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COP26 Zweite Klimakonferenz-Woche startet mit Ringen um Hilfe für ärmste Länder

Konkret geht es um Hilfen für die Anpassung an den Klimawandel. Deutschland will 150 Millionen Euro für die ärmsten Länder bereitstellen.

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Teilnehmer und Teilnehmerinnen halten sich bei der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow in der sogenannten „Action Zone“ auf. Quelle: dpa

Bei der Weltklima-Konferenz wird zu Beginn der entscheidenden Woche um finanzielle Hilfen für die ärmsten Länder gerungen. Dabei steht seit Montag sowohl die Anpassung an den Klimawandel als auch ein Ausgleich für dessen bereits spürbare Folgen im Mittelpunkt.

Ex-US-Präsident Barack Obama appellierte in Glasgow an die reicheren Nationen, die ärmeren zu unterstützen: „Wir müssen nun handeln, um ihnen bei Anpassung und Widerstandskraft zu helfen.“ Der Ministerpräsident der Fidji-Inseln, Frank Bainimarama, sagte daraufhin: „Unter anderem die USA sind leider weit davon entfernt, ihren gerechten Anteil an der Finanzierung zu leisten.“

Deutschland kündigte an, dass 150 Millionen Euro in zwei verschiedene Geldtöpfe für die ärmsten Länder fließen sollen. „Wir starten voller Kraft und mit guter Laune in die zweite, die entscheidende Verhandlungswoche“, sagte der deutsche Umweltstaatsekretär Jochen Flasbarth.

Deutschland bezahle beispielsweise die Hälfte des eine Milliarde Dollar schweren Fonds, mit dem etwa Frühwarnsysteme gegen Stürme oder Waldbrände finanziert werden. Die Mittel sind allerdings Teil bestehender deutscher Zusagen zur internationalen Klimafinanzierung, die bis 2025 auf sechs Milliarden Euro jährlich aus Haushaltsmitteln steigen sollen.

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    Für die Klimafinanzierung insgesamt hat die Weltgemeinschaft jährlich 100 Milliarden Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln zugesagt, die eigentlich schon ab 2020 erreicht werden sollten. Derzeit sind es aber nur 80 Milliarden. Ab 2023, eventuell schon 2022, könnte die volle Summe zusammenkommen.

    Berechnungen und Abgrenzungen der Gelder sind strittig

    Großbritannien als Gastgeber der Konferenz sagte knapp 400 Millionen Dollar an neuen Mitteln für die ärmsten Länder zu, damit diese sich besser gegen Stürme, Überschwemmungen und Dürren rüsten könnten. Damit will das Land weitere Staaten zu Zusagen motivieren.

    Strittig und Teil der Verhandlungen in Glasgow sind Berechnungen und Abgrenzungen der Gelder, etwa von humanitärer oder ohnehin geleisteter Entwicklungshilfe. Ärmere Länder fürchten, dass Geld der Industrie-Nationen hier mehrfach gezählt werden könnte. Zudem haben sie den Eindruck, dass die reicheren Länder Geld am ehesten für eine Kappung des Treibhausgas-Ausstoßes geben, da sie derzeit noch nicht so von den schon existierendem Klimawandel betroffen sind, wie ärmere Staaten. Ein Ziel der Gespräche in Glasgow ist es, transparente und überprüfbare Standards bei den Hilfen zu setzen und diese auch übersichtlicher zu machen.

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