Countdown zum „Fiscal Cliff“ Der Charme eines kleinen Klippensprungs

Noch zwei Tage haben Demokraten und Republikaner Zeit, den Haushaltsstreit zu lösen und Amerika vor dem Sturz von der Fiskalklippe zu retten. Die US-Korrespondenten von Handelsblatt Online zählen den Countdown herunter.

Es ist ein ungewöhnlich geschäftiges Wochenende in Washington. Bis Montag Tage haben die beiden Parteien Zeit, einen Kompromiss zu finden und den Sprung über die „Fiscal Cliff“ zu vermeiden. Bis in die Nacht wurden am Samstag Papiere hin und her geschoben, über Details verhandelt und über neue Steuersätze debattiert. Am Sonntagnachmittag – spätestens – wollen die führenden Demokraten und Republikaner im Senat einen Deal ausgearbeitet haben. Vorher wird noch einmal kräftig die Werbetrommel gerührt: Senatoren füllen die Stühle auf den sonntäglichen Talk-Shows. Präsident Obama persönlich wird im Presseclub „Meet the Press“ auftreten, um noch einmal auf eine Einigung zu drängen.

Alles konzentriert sich auf eine kleine Lösung in letzter Minute, die die schlimmsten Folgen der Fiskalklippe abwendet. Einen umfassenden Deal im Haushaltsstreit wird es in diesem Jahr wohl nicht mehr geben, obwohl Amerikas Politiker mehr als ein Jahr dafür Zeit hatten. Doch auch eine kleine Lösung ist noch längst nicht sicher. Für so manchen Politiker wäre es sogar attraktiver, das Land „über die Klippe“ springen zu lassen – zumindest für ein paar Tage.

Die USA zittern vor der „Fiskalklippe“

Denn schon Anfang Januar könnten die großen Fragen um eine stärkere Besteuerung der Reichen und um einen sinnvollen Schuldenabbau geklärt sein. Dann nämlich tritt der neu gewählte Kongress zusammen. Und sowohl für Obamas Demokraten als auch für die Republikaner gibt es Argumente, abzuwarten und nach dem 3. Januar erst eine Lösung zu finden, statt sich zu einem überstürzten Kompromiss drängen zu lassen.

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