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Cyberangriffe USA verklagen Chinesen wegen Wirtschaftsspionage

Das US-Justizministerium hat mehrere chinesische Regierungsmitarbeiter wegen Cyberspionage angeklagt. Washington wirft den Verdächtigen vor, amerikanische Handelsgeheimnisse gestohlen zu haben.

Techniken zur digitalen Selbstverteidigung
E-Mails verschlüsselnDie Technik für eine solche Verschlüsselung gibt es seit Jahren. Sie hat nur zwei Nachteile: Erstens macht es Mühe, sie zu benutzen, und zweitens muss der Empfänger dieselbe Technik einsetzen. Fakt ist, dass E-Mails grundsätzlich kein besonders sicheres Kommunikationsmedium sind, aber durch ihre weite Verbreitung unverzichtbar bleiben. Auch wenn es aufwendig klingt: Sie sollten darüber nachdenken, zumindest im Mailverkehr mit wichtigen Partnern beidseitige Verschlüsselung einzusetzen. Quelle: dpa
Verabschieden Sie sich aus sozialen NetzwerkenSoziale Netzwerke sind nicht sicher, können es nicht sein und wollen es wohl auch nicht. Deshalb muss sich jeder Nutzer darüber im Klaren sein, dass für die Nutzung von Facebook & Co. mit dem Verlust von Privatsphäre bezahlt wird. Viele Unternehmen fragen sich inzwischen: Brauchen wir das wirklich? Hier macht sich zunehmend Ernüchterung über den Nutzen sozialer Netzwerke breit. Quelle: dpa
Springen Sie aus der WolkeVermutlich sitzt die NSA zwar nicht in den Rechenzentren von Google oder Microsoft, aber sie könnte Internet-Service-Provider überwachen und damit auch Daten auf ihrem Weg in die Wolke beobachten. Unabhängig davon, was die NSA tatsächlich tut, wissen wir, dass Behörden auf Cloud-Server zugreifen können. Halten Sie Ihre Daten in einer Private Cloud oder gleich im eigenen Rechner. Zu aufwendig? Nicht zeitgemäß? Auf jeden Fall besser, als beklaut zu werden. Quelle: dpa
Schalten Sie alles Unnötige abWer Smartphones und Tablets benutzt, weiß, dass solche Geräte ständig im Hintergrund irgendwelche Kontakte und Kalender synchronisieren, Browser-Historien anlegen und viele mehr. Richtig gefährlich kann dieses ständige Sich-einwählen in Verbindung mit GPS-Daten sein. Google weiß nämlich, in welcher Bar Sie letzte Woche waren. Wichtig ist erstens, die GPS-Funktion immer wieder zu deaktivieren, zweitens in Google Maps sämtliche Funktionen, die Standorte melden und Standorte mit anderen teilen, zu deaktivieren. Quelle: dpa
Eine Methode, um Bewegungsprofile zu vermeiden, ist die Benutzung eines guten alten Navis statt eines Smartphones zur Orientierung. Navis lassen sich – anders als Telefone – auch vollkommen anonymisiert einsetzen. Quelle: REUTERS
Web-Browsing versteckenDer Einsatz eines Secure-socket layers (SSL) zur Datenverschlüsselung im Internet ist nicht völlig sicher, aber auf jeden Fall deutlich sicherer, als nichts zu tun. Eine Möglichkeit, SSL zu nutzen, ist die HTTPS Everywhere-Browsererweiterung der Electronic Frontier Foundation. Gibt es aber leider nur für Firefox und Chrome. Noch mehr Sicherheit bietet das Tor Browser Bundle, aber es kann das Surf-Erlebnis unter Umständen deutlich verlangsamen. Quelle: dpa
Keine Messages über externe ServerInstant Messaging über Google Hangouts, Skype und ähnliches landet zwangsläufig in den Händen Dritter, weil solche Nachrichten grundsätzlich nicht direkt, sondern über einen Server ausgeliefert werden. Quelle: REUTERS

Die USA wollen noch am heutigen Montag chinesische Militärbeamte wegen Cyberspionage strafrechtlich anklagen. Das sagte ein Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur AP. Die Bekanntgabe sollte durch US-Justizminister Eric Holder und andere Vertreter der Strafverfolgungsbehörden erfolgen.

Den Beschuldigten werde vorgeworfen, sich im Namen einer ausländischen Regierung an Cyberspionage beteiligt zu haben, sagte der Regierungsbeamte. Er beschrieb das strafrechtliche Vorgehen als das erste dieser Art für die US-Regierung. Seinen Angaben zufolge richteten sich chinesische Hackerangriffe gegen Firmen aus dem Privatsektor, denen dabei Geschäftsgeheimnisse gestohlen werden sollten.

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Holder und andere ranghohe Beamte würden unter anderem Vorwürfe wie Wirtschaftsspionage und Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen bekanntgeben, hieß es. Laut NBC ist es das erste Mal, dass die USA aufgrund von Cyberspionage strafrechtlich gegen einen anderen Staat vorgehen. Die Anklage ergehe vor allem gegen Regierungsangestellte aus dem Energie- und Fertigungsbereich.

Bei den beschuldigten Chinesen handele es sich um ranghohe Mitglieder des chinesischen Militärs. Angaben zu den Unternehmen oder Industrien, mit denen sie zu tun gehabt haben sollen, machte der Regierungsbeamte nicht.

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