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Davos 2012 Lagarde hält Druck auf Deutschland hoch

Die Eurozone müsse dringend eine ausreichend große Brandmauer gegen Finanzmarkt-Attacken errichten, sagte die IWF-Chefin in Davos.

Lagarde Quelle: dpa

Lagarde verlangte von den Euro-Ländern größere Anstrengungen bei der Krisenbekämpfung sowie mehr Geld für den IWF. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lehnt die Forderung des IWF nach einer Vergrößerung des künftigen Euro-Rettungsfonds ESM bislang ab. Der ESM soll nach den jetzigen Plänen 500 Milliarden Euro beinhalten.

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Iglu Quelle: dapd
Davos Quelle: AP
Viele Wirtschaftsbosse laden am Essen gerne Geschäftspartner zu einem Essen ein. Das Posthotel berechnet dabei nach NY-Times-Angaben pro Person mindestens 210 US-Dollar. Eine Cocktail-Party für 60 bis 80 Leute kostet pro Stunde 8000 US-Dollar.
Die meisten Gäste des Weltwirtschaftsforums reisen über den Flughafen in Zürich an. Die Schweizer Metropole liegt rund 150 Kilometer von Davos entfernt. Von Zürich-Kloten geht es mit einer Limousine nach Davos - oder per Helikopter. Eine Strecke kostet 3.400 US-Dollar.
Weltwirtschaftsforum Quelle: dpa
Wein Quelle: Fotolia


Die Chefin des Internationalen Währungsfonds forderte außerdem stärkere Anstrengungen für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Haushaltskonsolidierung in Europa. „Es hat sich sehr viel Druck aufgestaut. Der richtige Zeitpunkt für eine Lösung ist jetzt gekommen“, sagte Lagarde. Sie warnte vor globalen Risiken, die sich aus den Spannungen in der Eurozone ergeben könnten: „Es ist keine europäische Krise, sondern eine Krise, die Domino-Effekte in der ganzen Welt verursachen kann.“ In dieser Krise sei niemand immun. Auf den bevorstehenden Euro-Krisengipfel in Brüssel angesprochen sagte die IWF-Chefin, die Vorzeichen für eine Lösung seien gut.
Auf die Frage, weshalb Staaten außerhalb der Eurozone jetzt Unterstützung über den IWF leisten sollten, sagte Lagarde: „Wenn die Brandmauer groß genug ist, wird sie nicht verwendet werden. Wenn sie doch verwendet würde, wären die Einzahlungen eine sehr sichere Investition. Der IWF ist ein sehr sicherer Schuldner.“

Weltbank-Präsident Robert Zoellick sprach von einem gravierenden Vertrauensverlust gerade in den Schwellenländern. Viele hätten mit Unverständnis und sogar mit Verachtung auf die Verwirrung in der Eurozone nach der griechischen Referendums-Ankündigung reagiert. „Die Schwellenländer warten sicher nicht, bis sich die industrialisierte Welt organisiert hat“, sagte Zoellick. Sie nähmen die Dinge selbst in die Hand: „Es ist eine offene Frage, wer hier beispielgebend vorangeht.“

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