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Denuklearisierung Nordkorea droht mit Abbruch der Abrüstungsverhandlungen

Derzeit gibt es eine schwierige Phase in der Atomdiplomatie zwischen den USA und Nordkorea. Nun droht Kim Jong Un mit dem Abbruch der Verhandlungen.

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sei überrascht gewesen über die „exzentrische“ Verhandlungsposition der USA. Quelle: dpa

Pjöngjang Nordkorea hat mit einer Wiederaufnahme von Atom- und Raketentests und einem Abbruch der Abrüstungsverhandlungen mit den USA gedroht. Machthaber Kim Jong Un werde bald entscheiden, ob er die Gespräche mit den USA und das Moratorium für Raketenstarts und Atomtests aufrecht erhalten werde, sagte die stellvertretende Außenministerin Choe Son Hui am Freitag in Pjöngjang.

Über das Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump sagte sie: „Es ist klar, dass die USA dieses Mal eine goldene Gelegenheit wegwarfen.“

Choe sagte, Nordkorea habe nicht die Absicht, einzuknicken oder die Gespräche fortzusetzen, es sei denn, die USA ergriffen Maßnahmen, die den Änderungen in Nordkorea entsprächen - wie der seit 15 Monaten bestehende Unterbrechung der Tests.

Die USA sollten ihr „politisches Kalkül“ ändern. Nordkorea sei sehr enttäuscht darüber, dass bei dem Gipfel in Hanoi Ende Februar keine Vereinbarungen erzielt worden seien, sagte sie bei einem Treffen mit ausländischen Diplomaten und Medienvertretern.

Kim sei überrascht gewesen über die „exzentrische“ Verhandlungsposition der USA, sagte Choe, die an den Gesprächen in Hanoi teilnahm. Sie deutete an, dass US-Außenminister Mike Pompeo und der nationale Sicherheitsberater John Bolton mit unnachgiebigen Forderungen eine feindselige und von Misstrauen geprägte Atmosphäre geschaffen hätten, während Trump gesprächsbereiter gewesen sei. Aussagen ranghoher Berater Trumps hätten das Klima seither weiter verschlechtert.

Die Beziehungen zwischen Trump und Kim seien gleichwohl weiterhin gut. „Die Chemie ist mysteriöserweise wundervoll“, sagte sie.

„Aus welchem Grund müssen wir diese Zugfahrt erneut machen?“ fragte Kim laut Choe auf der Rückreise nach Nordkorea. Sie warnte: „Ich möchte klar stellen, dass die gangsterartige Haltung der USA die Lage irgendwann in Gefahr bringen wird.“

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