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„Der Anfang vom Ende“IEA sagt Ende von Öl und Gas voraus

Ausgerechnet die Internationale Energieagentur sagt das Ende der fossilen Brennstoffe voraus. Bereits jetzt erlebe die Welt „den Anfang vom Ende“. 13.09.2023 - 13:44 Uhr

Glaubt man der IEA, könnten die Zeiten von Öl und Gas bald vorüber sein

Foto: dpa

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognosen zur globalen Energienachfrage aktualisiert und kommt zu dem Schluss, dass die Welt am „Anfang vom Ende“ der Ära der fossilen Brennstoffe stehe. In einem Gastbeitrag für die „Financial Times“ schreibt IEA-Chef Fatih Birol, dass die Nachfrage nach Öl, Erdgas und Kohle vor 2030 ihren Höhepunkt erreichen wird. Danach gehe es nur noch bergab. Die rapide Zunahme erneuerbarer Energien und die Verbreitung von Elektrofahrzeugen sind demnach zwei Hauptgründe für diesen Wandel.

Birol kommentierte die Prognosen seiner Agentur, die nächsten Monat im World Energy Outlook der Organisation veröffentlicht werden soll, wie folgt: „Wir erleben den Anfang vom Ende der Ära der fossilen Brennstoffe, und wir müssen uns auf die nächste Ära vorbereiten.“ Das sei eine gute Nachricht: „Es zeigt, dass Klimapolitik funktioniert.“

Obwohl die IEA den Wandel als „historischen Wendepunkt“ bezeichnet, mahnt Birol die politischen Entscheidungsträger, mehr zu tun, um den Energieübergang zu beschleunigen und Emissionen zu reduzieren. Die derzeitige Klimapolitik sei trotz ihrer Wirksamkeit immer noch unzureichend, um die globalen Emissionsziele zu erreichen.

Birol betont auch die „strukturellen Veränderungen“ in Chinas Wirtschaft als einen weiteren Faktor für den Wandel. „In den letzten zehn Jahren hat China für etwa ein Drittel des weltweiten Anstiegs der Nachfrage nach Erdgas und zwei Drittel des Anstiegs der Nachfrage nach Öl gesorgt,“ sagte Birol. Das werde sich bald ändern: „Solar-, Wind- und Kernkraft werden das potenzielle Wachstum der Kohle in China auffressen.“

Für ihre Prognose schlägt der IEA auch viel Kritik entgegen. So warnen große fossile Brennstoffproduzenten vor zukünftigen Energiekrisen, sollten die Prognosen für die zukünftige Nachfrage nach Energie zu optimistisch sein. Das Ölkartell Opec wiederum wirft der IEA vor, für große Preisschwankungen auf den Ölmärkten zu sorgen.

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IEA-Chef Birol zeigt sich indes unbeeindruckt. Er warnt Öl- und Gasunternehmen, dass sie nicht nur die öffentliche Meinung, sondern auch die zu erwartende Nachfrage nach Öl und Gas falsch einschätzten. „Große neue Projekte im Bereich der fossilen Energien bergen nicht nur ein Klimarisiko, sondern auch ein großes finanzielles Risiko.“

Der IEA-Chef schließt seine Analyse mit einem Appell an die politischen Entscheidungsträger: „Wir können den Wandel beschleunigen, wenn wir die richtigen neuen Politiken einführen... Es liegt in unseren Händen.“

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kas
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