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Donald Trump gegen Hillary Clinton Clinton und Trump gehen als Favoriten in Vorwahl in New York

Die Vorwahlen in New York sind von großer Bedeutung: Es ist der Heimatstaat der beiden Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur - Hillary Clinton und Donald Trump.

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Trump „jämmerlich unvorbereitet“ für Präsidentschaft
„Hillary Clinton will Amerikas Angela Merkel werden, und ihr wisst, was für eine Katastrophe diese massive Einwanderung für Deutschland und die Menschen Deutschlands ist“, sagte Trump Mitte August in einer außenpolitischen Rede in Youngstown (Ohio). „Die Kriminalität ist auf ein Niveau gestiegen, das niemand geglaubt hat, je zu sehen.“ Die USA hätten genug Probleme, ohne sich durch die ungezügelte Aufnahme syrischer Flüchtlinge weitere aufzubürden. Quelle: AP
„Jämmerlich unvorbereitet“, um die USA als Präsident führen zu können, ist Donald Trump nach Aussagen von US-Präsident Barack Obama. Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus forderte Obama die Republikaner am Dienstag auf, Trump nicht mehr zu unterstützen. Dabei gehe es um mehr als unterschiedliche Ansichten politischer Natur, sagte Obama. Trotz des wachsenden Unmuts gegenüber Trump hat bisher kein Republikaner ihm seine Unterstützung entzogen. Obama sagte, republikanische Politiker hätten wiederholt feststellen müssen, dass Äußerungen Trumps inakzeptabel seien. „Warum unterstützen Sie ihn dann noch?“, fragte Obama. Quelle: dpa
„Belgien ist eine wunderschöne Stadt und ein herrlicher Ort - großartige Gebäude“, sagte Donald Trump in einer Rede und zeigte, wie es um seine geographischen Kenntnissen bestellt ist. „Ich war mal dort, vor vielen, vielen Jahren. Vor ein paar Monaten habe ich dann ein Statement abgegeben, nach dem Motto, Belgien ist ein elendes Loch. Dafür wurde ich dann schwer kritisiert, man hat gesagt, was für eine böse Sache - und dann hatten sie in Belgien dieses massive Problem.“ Quelle: dpa
US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat die Washington Post von künftigen Wahlkampfauftritten ausgeschlossen: Auf Facebook bezeichnete er das Blatt als "unehrlich und verlogen". Die Washington Post hatte erst kürzlich kritisch über den Milliardär berichtet. In den Augen von Trump sei die Berichterstattung "unglaublich fehlerhaft", deshalb habe er der Zeitung die Akkreditierung für seine Wahlkampfveranstaltungen entzogen. Der umstrittene republikanische Präsidentschaftsbewerber Trump ist ein Quereinsteiger und hat noch nie ein politisches Amt bekleidet. Im Wahlkampf macht er immer wieder mit skurrilen Aussprüchen auf sich aufmerksam. Quelle: AP
Donald Trump Quelle: REUTERS
Donald Trump Quelle: dpa
Trumps Knaller nach dem Sieg in den Vorwahlen von Nevada: „Wir haben bei den Evangelikalen gewonnen. Wir haben bei den Jungen gewonnen, wir haben bei den Alten gewonnen. Wir haben bei den gut Gebildeten gewonnen, wir haben bei den schlecht Gebildeten gewonnen. Ich liebe die schlecht Gebildeten.“ Quelle: REUTERS

Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump hoffen bei den Vorwahlen ihrer Parteien in ihrem US-Heimatstaat New York auf Siege. Bei den Abstimmungen am Dienstag sind viele Delegiertenstimmen zu holen. Sie bieten den Spitzenreitern die Gelegenheit, der Präsidentschaftsnominierung näher zu kommen.

Noch bevor der Wahlausgag vom Dienstag feststand, erklärte Clintons Kampagne das Rennen bei den Demokraten für nahezu entschieden. Sie warnte Clintons Rivalen Bernie Sanders, dass er riskiere, der letztendlichen Präsidentschaftskandidatin zu schaden, falls er die harsche Kritik an der Ex-Außenministerin fortsetze. Für Clinton wäre eine Niederlage in ihrem Heimatstaat ein schwerer politischer Schlag. Umfragen zeigten die Politikerin mit einem bequemen Vorsprung vor Sanders.

Sanders, der bei den letzten Vorwahlen eine Siegesserie hinlegte, müsste 68 Prozent der verbleibenden Delegiertenstimmen bei den Demokraten gewinnen, um die Nominierung der Partei zu bekommen. Sollte er Clinton nicht in einem Staat wie New York schlagen können, würde es für ihn zunehmend schwerer, den Verlauf des Rennens um die Präsidentschaftskandidatur zu ändern. Seine Rivalin hat bereits 1758 Delegierte, er selbst 1076. Für die Präsidentschaftsnominierung sind 2383 nötig.

Clinton und der republikanische Präsidentschaftsbewerber Trump hoffen, auch mit Hilfe der Stärke ihrer örtlichen Beziehungen die Wahlen in New York für sich zu entscheiden. Clinton wurde zwei Mal zur Senatorin von New York gewählt, während Trump im Stadtteil Queens von New York City geboren wurde und heute in Manhattan wohnt.

Trumps Ansichten im Faktencheck
Milliardär und Republikaner Donald Trump Quelle: dpa
Trump und Putin Quelle: dpa
New York City am 11. Septembers 2001 Quelle: dpa
Trump und Geld Quelle: REUTERS
Trump und HandelTrump: „Beim Handel gehen wir völlig unter. . Mit China werden wir handelsmäßig 505 Milliarden Dollar verlieren. . . Mexiko, (sind es) 58 Milliarden Dollar. Japan, wahrscheinlich etwa, sie wissen es noch nicht genau, aber (da sind es) etwa 109 Milliarden Dollar.“ Die Fakten: Trump liegt beim US-Handelsdefizit mit China völlig daneben. Es betrug 2015 insgesamt 365,7 Milliarden Dollar – ein Rekord und das größte Defizit der USA mit einem anderen Land. Doch das US-Defizit mit allen Ländern zusammen lag vergangenes Jahr bei 531,5 Milliarden nach 508,3 Milliarden im Jahr 2014 – also etwa so viel wie Trump nur dem Handel mit China zuschrieb. Bei den Zahlen für Mexiko lag Trump richtig, nicht aber bei jenen für Japan. Es betrug im vergangenen Jahr nicht 109 Milliarden, sondern 68,6 Milliarden. Quelle: dpa
Donald Trump Quelle: AP
Donald Trump und Hillary Clinton Quelle: dpa

Für Trump bietet New York die Gelegenheit, sich von einer zähen Phase seines Vorwahlkampfs zu erholen. Die wichtigste Frage für ihn ist nun, ob er mehr als 50 Prozent der Stimmen in New York bekommt. Dies würde dem milliardenschweren Unternehmer zu einer guten Position verhelfen, um alle der 95 republikanischen Delegierten in dem Staat zu holen. Die Wahlfrauen und Wahlmänner wählen auf dem Parteitag der Republikaner im Juli den republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Trump führt das Rennen bei den Republikanern mit 744 Delegierten an. Cruz hat 545, Kasich 144. Für die republikanische Präsidentschaftsnominierung sind 1237 Delegiertenstimmen nötig.

Ein deutlicher Sieg für Trump ist wichtig, wenn dieser sich die Parteinominierung vor dem Parteitag im Juli sichern will. Sollte das Rennen bei den Republikanern bis dahin nicht entschieden sein, droht Trump eine Niederlage gegen seinen Mitbewerber Ted Cruz. In manchen Umfragen lag dieser jedoch in New York noch hinter dem dritten Bewerber, John Kasich.

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