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Donald Trump Mit Populismus pur auf dem Weg ins Weiße Haus

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Trump so aggressiv wie nie

Optimistisch

Die USA sind in einem erbärmlichen Zustand, glaubt man Trump. Die Infrastruktur „vor dem Kollaps“, die Außenpolitik ein „Desaster“; Mexiko würde die USA an der Grenze mit seiner illegalen Einwanderung „killen“, behauptet der Milliardär. Trumps Rede vom “Super Tuesday” war so aggressiv wie nie, zeigt die Auswertung von Quantified Communications - und deutlich konfrontativer als die Ansprache Clintons. Trumps Vortrag enthielt im Vergleich zur Clinton-Rede 23,6 Prozent mehr negative Kampfbegriffe.

Aber: Bei all den schlechten Nachrichten hat Trump auch eine hoffnungsfrohe Botschaft an seine Wähler: Mit ihm als Präsident werde sich das Blatt wenden. Das Handelsdefizit werde verringert und die US-Armee “größer und stärker denn je”. Niemand werde sich mit den USA anlegen, Trump werde sein Land wieder “großartig” machen.

Hillary Clinton hingegen versprüht kaum Optimismus. Zwar betont sie patriotisch, dass Amerika nicht zu alter Stärke zurückgeführt werden müsse. “Das Land hat nie aufgehört, großartig zu sein“, so Clinton. Aber statt an dem Punkt weiterzumachen und einen Wahlkampf der Hoffnung zu führen, der Barack Obama 2008 ins Weiße Haus geführt hat, spricht sie fortan lieber über die Probleme. Dass die Löhne stagnieren, dass die Mittelschicht schrumpft. Und dass Skandale wie in Flint, Michigan, wo die Bürger zwei Jahre mit verseuchtem Wasser versorgt wurden, das Vertrauen in die Politik natürlich untergraben hätten.

Ergebnis laut Quantified Communications: 82 Punkte für Trump, 70 für Clinton.

Authentisch

Es ist eines der größten Pluspunkte von Donald Trump: seine Authentizität. Die Wähler halten Trump zugute, dass er „sagt, was er denkt“. Dieses Klischee bedient der Milliardär auch in seinen Reden. Er spricht frei, liest nicht von einem Manuskript ab – und hat die vergangenen Siegesreden – so auch am „Super Tuesday“ – am Ende zu einer Pressekonferenz umgestaltet, indem er Fragen von Journalisten beantwortete. Nicht ohne bitterböse Verweise, wie sehr er die Medien doch verachte.

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