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Eigenfinanzierung angestrebt Minister Niebel will Steuern in Afrika

Exklusiv

Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) will Afrika beim Aufbau eines funktionsfähigen Steuersystems helfen.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel Quelle: dpa

"Das Steueraufkommen könnte ein Mehrfaches der Entwicklungsgelder einbringen", sagte der Minister gegenüber der WirtschaftsWoche. "Einfach, niedrig und gerecht muss ein Steuersystem in den Entwicklungsländern sein", erklärte Niebel. Mit ihrer "Eigenfinanzierung" könnten sich die Staaten viel besser finanzieren als durch staatliche Entwicklungshilfe, die sich laut Niebel für die Länder der Dritten Welt 2011 auf über 100 Milliarden Euro belaufen hat.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, wächst die Wirtschaft in vielen Ländern Schwarzafrikas derzeit mit hohem Tempo. Ghana hatte zuletzt 14 Prozent Wirtschaftswachstum, Ruanda kam auf gut acht Prozent, Sambia auf sechs Prozent. "Der afrikanische Löwe wird in diesem Jahrzehnt zum Äquivalent des asiatischen Tigers", hofft Niebel. Damit auch die chronisch klammen Staaten von diesem Wirtschaftswachstum zu profitieren, will der Bundesentwicklungshilfeminister sie beim Aufbau von Finanzverwaltungen unterstützen. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die unter Niebels Aufsicht agiert, hat deswegen in der sambischen Hauptstadt Lusaka ihre erste Steuerfachkonferenz auf dem schwarzen Kontinent organisiert.

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