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Einladung ins Weiße Haus Iran bestätigt Kontakt mit US-Regierung

Der iranische Außenminister hat sich mit einem US-Senator getroffen und wurde offenbar ins Weiße Haus eingeladen. Kritik übt Teheran dennoch.

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Irans Außenminister wurde zuletzt von den USA mit persönlichen Sanktionen belegt. Quelle: dpa

Teheran Der Iran hat einen Kontakt seines Außenministers Mohammed Dschawad Sarif mit dem US-Senator Rand Paul bestätigt. Ein Regierungssprecher bestätigte am Sonntag in Teheran außerdem, dass Sarif von Paul eine Einladung ins Weiße Haus zu einem Gespräch mit Präsident Donald Trump erhalten habe. „Erst trifft sich ein US-Senator mit Sarif, dann wird er sogar (ins Weiße Haus) eingeladen, am Ende aber wird er von den USA sanktioniert“, sagte Sprecher Ali Rabiei auf einer Pressekonferenz in Teheran. „Das ist doch wirklich kindisch und albern.“

Weitere Details zu dem Treffen mit dem republikanischen Senator und der Einladung ins Weiße Haus werde Sarif selbst demnächst bekanntgeben, sagte der Sprecher.

Am 19. Juli hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, er habe Senator Rand Paul beauftragt, die Möglichkeit von Gesprächen mit dem Iran auszuloten. „Wir werden sehen, was passiert“, sagte Trump. Die iranische Wirtschaft befinde sich im freien Fall und er sei zuversichtlich, dass es bald eine Einigung im Konflikt mit dem Iran gebe. Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass sich Paul in New York mit Sarif getroffen habe.

Rabiei sagte, ein iranisch-amerikanisches Treffen ohne eine Rückkehr Trumps zum Wiener Atomabkommen von 2015 und die Aufhebung der Sanktionen sei nicht akzeptabel. Die USA hatten ihren Sanktionen gegen den Iran vor einigen Tagen Sanktionen gegen Sarif als Person hinzugefügt. Das Teheraner Außenministerium bezeichnete dies als „Gipfel der Dummheit“, Präsident Hassan Ruhani nannte die Entscheidung kindisch und „ein politisches und moralisches Armutszeugnis“ der US-Außenpolitik.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind gestiegen, seitdem die USA 2018 einseitig aus dem internationalen Atomabkommen ausgestiegen waren und scharfe Sanktionen verhängten. Teheran hielt sich ein Jahr lang weiter an das Abkommen, das eine iranische Atombombe verhindern soll. Seit Juni aber änderte auch der Iran seine Politik. Der Teilausstieg aus dem Atomdeal und das Vorgehen gegen britische Öltanker im Persischen Golf sind Teil dieser neuen Politik.

Mehr: Reeder fürchten durch den Iran-Konflikt weitere Eskalationen in der Straße von Hormus – und vermeiden die Durchfahrt.

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