Emissionshandel Vereinte Nationen planen Internet-Shop

Die Vereinten Nationen starten einen Internet-Shop für den Emissionshandel. Dort können Unternehmen und Privatpersonen Zertifikate kaufen, um das Klima zu schützen. Eine Gegenleistung bekommen sie dabei aber nicht.

Laut Informationen des WDR und der SZ planen die Vereinten Nationen einen Internet-Shop für den Handel mit Emissionsrechten. Quelle: REUTERS

Die Vereinten Nationen planen einen Internet-Shop für den Handel mit Emissionsrechten. Das berichten der Westdeutsche Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung. Nach deren Informationen wird die UN den Klima-Kreditladen, "The United States Climate Credit Store", in der kommenden Woche der Öffentlichkeit vorstellen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Online-Shops erhalten die Nutzer der neuen Plattform aber keine Gegenleistung. Denn so funktioniert das Projekt: Die UN stellt Firmen Zertifikate aus, weil sie Abgase reduzieren. Nutzer der Plattformen wollen Emissionen reduzieren – zum Beispiel, wenn sie mit verschiedenen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Dafür kaufen sie den Unternehmen ihre Zertifikate ab. Nach dem Bezahlen werden die Zertifikate automatisch gelöscht.

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Den Preis für die Zertifikate bestimmen die Betreiber der Klimaprojekte. Es kann jeder Zertifikate verkaufen, den die UN innerhalb des "Clean Development Mechanism", dem Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung, als Projektreiber anerkennen. Die Grundidee des Mechanismus ist, dass Firmen, die viele Abgase einsparen, Zertifikate erhalten. Unternehmen, die hohe Emissionen ausstoßen, können diese dann abkaufen. Doch mittlerweile ist das Angebot höher als die Nachfrage. Das soll durch den Kauf von Zertifikaten durch Privatpersonen geändert werden.

Die Kunden des Klima-Kreditladens bezahlen per Kreditkarte oder das Internet-Bezahlsystem Paypal. Das soll sogar über das Handy möglich sein. Über das System "Einfach sichtbar und suchbar" haben die Nutzer die Möglichkeit, zu entscheiden, für welche Art von Klimaschutz sie sich einsetzen möchten. "Es ist egal, ob man eine Privatperson, eine kleine Firma, eine große Firma, eine Stadt oder eine Regierung ist", zitiert die SZ Niclas Svenningsen, der für die UN das Konzept mitgestaltet hat.

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