Ende der Feuerpause Israel und Gaza bombardieren sich gegenseitig

Die blutigen Gefechte im Nahen Osten sind erneut aufgeflammt. Nach dem Ende der Waffenruhe nimmt Israel Gaza wieder unter Beschuss. Fast 2000 Menschen verloren in dem Konflikt bereits ihr Leben.

Israelische Panzer an der Grenze zum Gaza-Streifen. Die Gefechte sind am Freitagmorgen wieder aufgeflammt. Quelle: REUTERS

Israel hat nach Ablauf der Waffenruhe mit der radikalislamischen Hamas am Freitag erstmals wieder einen Angriff im Gazastreifen geflogen. Ein Sprecher des israelischen Militärs bestätigte, dass ein "Terrorziel" angegriffen worden sei.

Unmittelbar vor Ablauf der Feuerpause hatten radikale Palästinenser erneut Raketen auf Israel abgeschossen. Das israelische Militär erklärte, am Freitagmorgen seien 18 Geschosse auf den Süden des Landes gefeuert worden. Zwei davon seien vom israelischen Abwehrsystem abgefangen worden. In Aschkelon unweit der Grenze zum Gazastreifen ertönten die Luftalarm-Sirenen.

Militante Palästinenser bestätigten den Abschuss von zehn Raketen. Der Betrieb am Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv wurde am Freitagmorgen für 45 Minuten eingestellt. Der Flughafen liegt in der Reichweite der Raketen.

Ein Hamas-Vertreter erklärte, die Palästinenser hätten bei den Gesprächen mit Israel in Kairo eine Verlängerung der 72-stündigen Waffenruhe abgelehnt. Die Verhandlungen würden aber fortgesetzt. Israel hatte zuvor eine Ausweitung der Feuerpause befürwortet. Die Palästinenser knüpften ihre Zustimmung indes an Bedingungen. Sie wollten Israel dazu bewegen, die Blockade des Gazastreifens aufzuheben, palästinensische Gefangene freizulassen und einen Gaza-Seehafen zu öffnen.

Der bewaffnete Arm der Hamas warnte am späten Donnerstagabend palästinensische Unterhändler, einer Verlängerung der Feuerpause nur bei Zugeständnissen der israelischen Regierung zuzustimmen. Dafür gab es zunächst keine Anzeichen.

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Israel hatte deutlich gemacht, militärisch zu reagieren, sollten erneut Raketen auf den jüdischen Stadt abgefeuert werden. In diesem Fall müsse auch ernsthaft erwogen werden, die Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen, um den Sturz der Hamas-Regierung herbeizuführen, sagte der Minister für strategische Angelegenheiten, Juwal Steinitz, im Armeerundfunk.

In dem seit rund einem Monat anhaltenden Konflikt sind nach offiziellen Angaben im Gazastreifen 1875 Palästinenser getötet worden. Auf israelischer Seiten wurden 64 Soldaten und drei Zivilisten getötet.

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