WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Energie Ägypten und EU wollen Stromnetze mit Riesenkabel verbinden

Auf dem Grund des Mittelmeers soll Strom aus Ägypten nach Zypern und Griechenland fließen. Damit bekommt die EU eine Verbindung zu Ägyptens Solarstrom.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Das Stromkabel könne die europäische Energie-Abhängigkeit von Russland verringern, heißt es in griechischen Medien. Quelle: Reuters

urÄgypten, Griechenland und Zypern wollen eine wichtige Verbindung ihrer Elektrizitätsnetze mit einem knapp 1400 Kilometer langen Stromkabel auf dem Meeresboden des östlichen Mittelmeeres herstellen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Energieminister Griechenlands und Ägyptens am Donnerstag in Athen unterzeichnet.

Wie die griechische Regierung weiter mitteilte, werde nach Fertigstellung des Kabels Strom aus Ägypten zunächst nach Zypern und danach nach Kreta und damit in die EU geleitet werden. Zypern soll am Freitag das gleiche Dokument unterzeichen, berichtete der zyprische staatliche Rundfunk.

Das Projekt sei bedeutsam sowohl für die Umwelt als auch für die Unabhängigkeit Europas von Energielieferungen aus Russland, sagten Energieexperten im Staatsrundfunk Griechenlands. Ägypten kann mit großen Solarenergiekollektoren Strom erzeugen. Zudem verfügt das Land über große Erdgasvorkommen vor der Küste der Hafenstadt Alexandria und kann auch damit Strom produzieren.

Die neue Energieverbindung könnte nach Einschätzungen der Athener Wirtschaftspresse bis 2023 fertiggestellt sein. Das Unternehmen „Euroafrica Interconnector“ werde auch versuchen, von der EU finanziell unterstützt zu werden, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Wirtschaftsexperten in Athen rechnen mit Kosten in der Höhe von 2,5 Milliarden Euro.

In der Region des östlichen Mittelmeers wird bereits an einem anderen Stromkabel gearbeitet, durch das Strom aus Israel über Zypern und Kreta und damit auch in die EU geleitet werden soll. Diese Verbindung wird von der EU mit 647 Millionen Euro finanziert und soll 2023 fertig sein.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%