Energieversorgung Ukraine will Stromexporte in Nachbarländer ausweiten

Die Ukraine hatte sich bereits Ende Februar vom ehemals sowjetischen Stromnetz abgekoppelt. Der Stromexport wäre eine willkommene Einnahmequelle.

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Das Land produziert die Hälfte seines Stromes in Atomkraftwerken. Quelle: Reuters

Die Ukraine hat nach dem Anschluss an den europäischen Stromverbund mit dem Export von Elektroenergie nach Rumänien begonnen. „Die Startmenge beträgt 100 Megawatt“, teilte am Donnerstag Regierungschef Denys Schmyhal auf seinem Telegram-Kanal mit.

Der 46-Jährige schätzte das Exportpotenzial auf 2,5 Gigawatt. Damit könne das finanziell klamme Land im Jahr umgerechnet knapp 1,9 Milliarden Euro einnehmen. Nach Daten des staatlichen Stromnetzbetreibers Ukrenerho exportiert Kiew bereits 210 Megawatt nach Polen und 142 Megawatt nach Moldau.

Die Ukraine hatte sich Ende Februar vom ehemals sowjetischen Stromnetz abgekoppelt und zusammen mit Moldau im März mit dem europäischen Stromnetz synchronisiert. Vergangene Woche hatte der ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko Deutschland den Export von ukrainischen Atomstrom angeboten. Über die Hälfte der Stromproduktion der Ukraine stellen vier Atomkraftwerke sowjetischer Bauart sicher.

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