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EU-Initiative Erhöhung der Lkw-Maut droht

Der Präsident der EU-Kommission José Manuel Barroso sorgt dafür, dass der Lastwagen-Verkehr in Europa teurer wird.

José Manuel Barroso möchte Quelle: dpa

Seit Monaten schon arbeitet die EU-Kommission unter ihrem Präsidenten José Manuel Barroso an einer Reform der europäischen Mautregeln. Dadurch könnte sich die Lkw-Maut künftig erheblich erhöhen. Darauf deutet der erste Reformentwurf hin, der der WirtschaftsWoche vorliegt. Bisher konnte sich die Behörde intern noch nicht auf eine Obergrenze einigen.

Fest steht, dass die EU-Staaten demnächst auch sogenannte externe Kosten in die Lkw-Maut einrechnen dürfen: War es bisher nur erlaubt, die Lkw-Besitzer an den Kosten für den Bau und den Erhalt der Straßen zu beteiligen, sollen sie künftig auch für die Kosten aufkommen, die den Staaten durch CO2-Ausstoß, Lärm und Staus der Lkws entstehen. Was davon tatsächlich berücksichtigt wird, entscheidet jedes EU-Land für sich.

Die Bundesregierung könnte die Novelle nutzen, um auch in Deutschland die Lkw-Maut anzuheben, heißt es aus dem Deutschen Speditions- und Logistikverband. Durch die Maut möchte die EU die Bahn als Alternative zum Lkw attraktiver machen. Außerdem schafft die EU so einen Anreiz, umweltfreundlichere Lkws einzusetzen. Mit Erfolg, wie das Beispiel Deutschland zeigt.

Obwohl hier noch keine externen Kosten angerechnet werden, ist die deutsche Maut so gestaltet, dass Stinker mehr zahlen müssen. Ergebnis: Entfielen dem Maut-Konsortium Toll Collect zufolge im Januar 2005 noch 33,8 Prozent der gefahrenen Kilometer auf Lastwagen mit der schlechten Schadstoffklasse Euro 2, waren es im Dezember 2007 nur noch 12,3 Prozent. Dagegen stieg der Kilometeranteil von Lkws mit der besten Schadstoffklasse Euro 5 von 0,2 Prozent auf 22,4 Prozent.

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