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EU-Kommission Rumänische Kandidatin Plumb und ungarischer Kandidat Trocsanyi gestoppt

Rovana Plumb soll laut dem Justizausschuss einen finanziellen Interessenkonflikt haben. Auch die Kandidatur des Ungarn Trocsanyi ist gestoppt.

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Der Rechtsauschuss des Europaparlaments hat die rumänische Kandidatin nicht für die Anhörung zugelassen. Quelle: AP

Rückschlag für die künftige EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen: Der Justizausschuss des Europaparlaments empfahl am Donnerstag, die rumänische Kommissars-Nominierte Rovana Plumb wegen eines finanziellen Interessenkonflikts nicht für eine Anhörung im Parlament zuzulassen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel aus dem Parlament. Plum sollte neue Verkehrskommissarin in der EU-Kommission werden.

Die Sprecherin der EU-Kommission, Mina Andreeva, sagte, damit sei das Verfahren suspendiert. Das bedeute nicht unbedingt, dass die rumänische Regierung eine neue Kandidatin benennen müsse. Von der Leyen und das Parlament müssten sich nun über die nächsten Schritte verständigen.

Auch der ungarische Kandidaten für die neue EU-Kommission wurde zunächst gestoppt. Der Justizausschuss stimmte am Donnerstag dagegen, Laszlo Trocsanyi für eine Anhörung im Parlament zuzulassen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Parlament erfuhr. Hintergrund sei ein Interessenkonflikt wegen seiner Beteiligung an einer Anwaltskanzlei, hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Der Politiker aus der Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban soll nach den Plänen von der Leyens eigentlich für die Nachbarschafts- und Erweiterungspolitik der EU zuständig werden.

Von der Leyen hatte Anfang September die 26 Kandidaten aus den EU-Staaten für ihre neue Kommission vorgestellt, die am 1. November starten soll. Ab kommendem Montag müssen sich die Nominierten Anhörungen in den zuständigen Ausschüssen des Europaparlaments stellen. Plumb hätte eigentlich am Mittwoch angehört werden sollen. Einzelne Kandidaten können auch nach den Anhörungen noch ausgetauscht werden.

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