Die neue WiWo App Jetzt kostenlos testen
Download Download

EU-Ratspräsidentschaft 2018 5 Dinge, die Sie über Bulgarien wissen sollten

Vor elf Jahren ist Bulgarien der Europäischen Union beigetreten; ganz angekommen ist das Balkanland aber noch nicht. Im Januar übernimmt es für ein halbes Jahr den EU-Ratsvorsitz. Das sollte man über Bulgarien wissen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Halbjährlich wechselt der Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Bulgarien übernimmt die Präsidentschaft von Estland. Quelle: picture alliance / Daniel Kalker

Sofia Bulgarien übernimmt unter seiner Staatsdevise „Einigkeit macht stark“ am 1. Januar 2018 erstmals den halbjährlichen EU-Ratsvorsitz. Das Balkanland setzt sich elf Jahre nach dem EU-Beitritt hochgesteckte Ziele: In stürmischen Zeiten will Sofia zur „Sicherheit, Stabilität und Solidarität“ in Europa beitragen. Zudem sollen die Staaten des Westbalkans eine klare Perspektive für die EU-Integration bekommen.

Bulgarien ist seit 2007 EU-Mitglied, gehört allerdings noch nicht zur Eurozone und zum grenzkontrollfreien Schengen-Raum. Fünf Dinge sollte man noch über das südosteuropäische Land am Schwarzen Meer wissen:

1. ANTIKE GESCHICHTE

Thraker, Römer, Goten, Byzantiner sowie Türken haben Bulgariens Geschichte mitgeprägt.

Die Hauptstadt Sofia, früher Serdika, galt als die Lieblingsstadt des römischen Kaisers Konstantin des Großen (306-337). Er soll gesagt haben: „Serdika ist mein Rom.“ Die Bulgaren bekennen sich mehrheitlich zum orthodoxen Christentum. Zehn Prozent der Bevölkerung sind ethnische Türken aus der Zeit des Osmanischen Reiches.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    2. AKTUELLE HERAUSFORDERUNGEN

    Das einstige Ostblockland bleibt trotz des guten Wirtschaftswachstums 2016 von 3,9 Prozent das ärmste EU-Land. In der Flüchtlingskrise ist Sofia bemüht, die 259 Kilometer lange bulgarische EU-Außengrenze zur Türkei durch einen Drahtzaun zu schützen. Wegen Defiziten bei der Korruptionsbekämpfung und der Justiz steht Bulgarien unter Sonderbeobachtung aus Brüssel - ein umfassendes Antikorruptionsgesetz wurde erst Ende Dezember 2017 verabschiedet.

    3. EU-FREUNDLICH

    Die Mehrzahl der Bulgaren ist EU-freundlich gestimmt. Nach zehn Jahren in der Union befürworteten einer Umfrage zufolge 77 Prozent der Bulgaren die EU-Mitgliedschaft ihres Landes. In Sofia regiert seit Mai 2017 eine pro-europäische Koalitionsregierung der bürgerlichen Partei GERB von Ministerpräsident Boiko Borissow mit den national-populistischen Vereinigten Patrioten als Juniorpartner.

    4. KYRILLISCHE SCHRIFT

    Die Tagungen während des bulgarischen EU-Ratsvorsitzes sollen nach den Worten der zuständigen Ministerin Liljana Pawlowa auf Bulgarisch geführt werden - natürlich mit Übersetzung. Bulgarisch ist mit anderen slawischen Sprachen wie etwa Serbisch oder Russisch verwandt. Die Bulgaren schreiben mit kyrillischen und nicht mit lateinischen Buchstaben. Die Landeswährung Lew (Bulgarisch: Löwe) ist im Verhältnis von 1,95:1 an den Euro gebunden.

    5. TOMATEN UND LANGE STRÄNDE

    Ausländische Diplomaten und Unternehmer schwärmen von den bulgarischen Fleischtomaten - den so genannten „Bullenherzen“. Der Schopska-Salat aus den leckeren Tomaten, Gurken, roten Zwiebeln und Paprika und mit geriebenem weißem Schafskäse und Petersilie ist bei Bulgarien-Urlaubern beliebt. Millionen Europäer genießen im Urlaub die langen Badestrände aus feinkörnigem Sand entlang der bulgarischen Schwarzmeerküste.

    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%