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EU reagiert auf Giftgas-Anschlag Deutschland bereitet die Ausweisung russischer Diplomaten vor

Großbritannien hat im Fall des vergifteten Ex-Spions Sergej Skripal bereits 23 russische Diplomaten ausgewiesen. Jetzt will die EU nachziehen.

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Deutschland weist vier russische Diplomaten aus Quelle: dpa

Berlin Die EU bereitet die Ausweisung russischer Diplomaten vor. Dieser Maßnahme würde sich auch die Bundesregierung anschließen, noch im Laufe des Tages könnte eine Entscheidung fallen. Hintergrund ist der Nervengiftanschlag in der südenglischen Stadt Salisbury.

Der ehemalige Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in Salisbury gefunden worden; sie befinden sich weiterhin im kritischen Zustand. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurden sie mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet, der in der früheren Sowjetunion entwickelt wurde. Auch ein britischer Polizist wurden Nervengift ausgesetzt.

Großbritannien macht Russland für den Anschlag verantwortlich und hat daher bereits russische Diplomaten des Landes verwiesen. Moskau reagierte verärgert und schickte seinerseits britische Diplomaten zurück. Der Kreml weist jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück. Die Europäische Union sprach den Briten „uneingeschränkte Solidarität“ zu.

In einer Gipfelerklärung verkündeten die EU-Staaten vergangene Woche, dass sie „mit der Einschätzung der Regierung des Vereinigten Königreichs übereinstimmen, wonach sehr wahrscheinlich die Russische Föderation dafür verantwortlich ist und es keine andere plausible Erklärung gibt“. Daraufhin beorderte die EU ihren Botschafter in Moskau, den deutschen Diplomaten Markus Ederer, zurück nach Brüssel.

In die Gespräche über eine harsche diplomatische Reaktion ist auch die US-Regierung eingebunden. Sollten sich die USA und die EU tatsächlich zu einem koordinierten Vorgehen entschließen, wäre es ein seltenes Zeichen westlicher Geschlossenheit.

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