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EU Studie zu Digitalisierung: EU-Staaten verfolgen kaum gemeinsame Ziele

Während Bundeskanzlerin Merkel mehr auf das Thema 5G-Mobilfunknetz und Industrie 4.0 setze, interessiere sich Frankreichs Präsident mehr für künstliche Intelligenz.

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Künstliche Intelligenz für vier der 27 Spitzenpolitiker der EU ein Schwerpunktbereich. Quelle: dpa

Europas Staats- und Regierungschefs setzen bei der Digitalisierung ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der ESCP Business School in Berlin. „Zukunftspolitik in Europa ist immer noch ein Flickenteppich“, erklärte Philip Meissner vom European Center for Digital Competitiveness der privaten Universität am Mittwoch anlässlich der Veröffentlichung der Studie. Dafür waren öffentlich zugängliche Regierungsinformationen ausgewertet worden.

Demnach ist künstliche Intelligenz für vier der 27 Spitzenpolitiker ein Schwerpunktbereich. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) widmet sich der Studie zufolge stark dem Thema 5G-Mobilfunknetz und der sogenannten Industrie 4.0, also der Digitalisierung der Produktion durch die Vernetzung von Maschinen und Arbeitsabläufen.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron habe sich im vergangenen Jahr stärker auf künstliche Intelligenz und die Förderung von Tech-Unternehmen fokussiert. Für Estlands Ministerpräsidenten Jüri Ratas habe dagegen die Digitalisierung der Verwaltung im Vordergrund gestanden.

Zu wenig Aktivitäten entfalteten die EU-Staaten 2019 nach Einschätzung der Autoren der Studie unter anderem in den Bereichen Quantencomputer, Robotik und digitale Bildung. Vor allem die Defizite bei der digitalen Bildung führten dann in diesem Frühjahr mancherorts zu großen Problemen, als wegen der Corona-Pandemie Schulen und Hochschulen gezwungen waren, Online-Unterricht und digitale Aufgaben anzubieten.

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