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Euro-Krise Milliarden-Hilfe für Portugal

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Der geschäftsführende Ministerpräsident José Socrates gab in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bekannt, dass keine Entlassungen im Öffentlichen Dienst anstehen. Der Mindestlohn bleibe unangetastet, das Gesundheitssystem ebenso. Auch wird es keine Veränderung bei den niedrigsten Renten und Pensionen geben. „Die Regierung hat eine gute Einigung erzielt, die Portugal verteidigt“, sagte Socrates. Aus der EU-Kommission verlautete dagegen, dass Reformen am Arbeitsmarkt anstehen, ebenso wie im Rentensystem und im Transportsektor. So sollen die Pläne für einen Hochgeschwindigkeitszug zwischen Lissabon und Porto überdacht werden. Portugal steuert auf harte Zeiten zu, da die Wirtschaft in diesem und im kommenden Jahr um zwei Prozent schrumpfen dürfte, wie es aus den Verhandlungskreisen hieß.

Märkte in Lauerstellung

Experten gehen davon aus, dass die Kredite Portugal in die Lage versetzen, seine Zahlungsverpflichtungen bis Mitte 2014 zu decken. Die Zinsen auf portugiesische Staatsanleihen sind am Mittwoch aber nur leicht gefallen, weil die Märkte auf Details der Vereinbarung warten. „Die dunkle Seite ist noch unbekannt“, sagte Analyst Filipe Garcia von Mercados Financeiros in Porto. Vor allem die Zinssätze, die Portugal für die Kredite zahlen muss, sind für die Märkte von großem Interesse.

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