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Euro-Zone OECD drängt EZB zu noch laxerer Geldpolitik

Die Industriestaaten-Organisation OECD verteidigt die extrem lockere Geldpolitik in vielen Ländern und fordert von der EZB notfalls noch mehr Einsatz im Kampf gegen die Krise.

Marode Staatshaushalte und Krisenbanken
frau auf einem Balkon mit portugiesischer Flagge Quelle: dapd
SpanienNotleidende Kredite: 10,7 Prozent der Gesamtkredite (Stand: September 2012) Sparer ziehen Einlagen ab, marode Immobilien bringen die Banken ins Wanken Quelle: dpa
Bank of Ireland Quelle: dpa
Bank Societé Générale Quelle: REUTERS
Gebäude der Dexia-Bank Quelle: dpa
Eine niederländische Flagge und Gebäude der ING Quelle: dapd
Rettungsring und Banken Quelle: AP

Sollte sich die wirtschaftliche Lage in Europa nicht bessern, "muss auch die EZB bereit sein, eine noch aktivere Rolle zu spielen", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurria in der Montagsausgabe des "Tagesspiegel". Die Euro-Zone hängt seit langem wegen der scharfen Sparpolitik in der Rezession fest.

Der Mexikaner Gurria verteidigte die im Vergleich mit der Europäischen Zentralbank (EZB) noch wesentlich aggressiveren Maßnahmen in den USA, Großbritannien und zuletzt auch in Japan. Kritiker werfen diesen Ländern vor, mit der Flut billigen Geldes die nächsten Krisen heraufzubeschwören. So werden in Deutschland etwa Aktienkurse und Immobilienpreise künstlich befeuert. Gurria sagte, mit den Instrumenten der Notenbanken versuchten die Länder, wieder auf den Wachstumspfad zu kommen: "Davon wird jeder etwas haben."

Japan zum Beispiel kombiniert derzeit die lockere Geldpolitik mit hohen Staatsausgaben. "Das ist einen Versuch wert." Der Einsatz sei allerdings sehr hoch. Der deutlich abgewertete Yen hilft einerseits den exportorientierten Firmen des Landes, dafür werden aber Importe viel teurer und der ohnehin hohe Schuldenberg wird noch größer.

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