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Fall Kavanaugh Professorin will vor Senat gegen Trumps-Richter-Kandidaten aussagen

Im Fall um Trumps Kandidaten für das Oberste Gericht will das mutmaßliche Opfer nun doch aussagen. Sie wirft Brett Kavanaugh versuchte Vergewaltigung vor.

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Die Republikaner werfen den Demokraten vor, das Verfahren hinauszögern zu wollen, um doch noch eine nachhaltig konservative Ausrichtung des Supreme Court zu verhindern. Quelle: T.J. KIRKPATRICK/The New York Ti

Washington Im Streit über den Vorwurf der versuchten Vergewaltigung gegen den Kandidaten von US-Präsident Donald Trump für das Oberste Gericht will das mutmaßliche Opfer nun voraussichtlich doch vor dem zuständigen Senatsausschuss aussagen. Die Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford habe der Anhörung in der kommenden Woche zugestimmt, teilten ihre Anwältinnen am Samstag mit. Vorher müssten aber noch letzte Details geklärt werden. Als Termin sei der Donnerstag festgelegt worden, berichteten Medien.

Der Ausschussvorsitzende Chuck Grassley hatte darauf gedrungen, dass Ford vor dem Gremium erscheint. Er hatte der Professorin eine Frist gesetzt, sich vorab schriftlich zu äußern. Trumps Wunschkandidat Brett Kavanaugh hat Fords Vorwürfe kategorisch zurückgewiesen. Er hatte sein Erscheinen für die ursprünglich für Montag anberaumte Anhörung zugesagt. Beide Parteien haben nach den jeweiligen Angaben inzwischen Morddrohungen erhalten.

Die Berufung des erzkonservativen Juristen Kavanaugh an den Supreme Court schien bereits sicher. Das änderte sich jedoch, als Ford sich an die Öffentlichkeit wandte und dem Richter einen schweren sexuellen Übergriff im Jahr 1982 vorwarf. Seitdem stockt das Bestätigungverfahren.

Die Republikaner werfen den Demokraten vor, das Verfahren hinauszögern zu wollen in der Hoffnung, dass sie Trumps Partei bei der Kongresswahl im November die Senatsmehrheit abnehmen und so womöglich doch noch eine Ernennung Kavanaughs und damit eine nachhaltig konservative Ausrichtung des Supreme Court verhindern können. Bereits jetzt haben die Republikaner im Senat, der für die Ernennung zuständig ist, nur eine hauchdünne Mehrheit.

Ein Scheitern wäre eine schwere Niederlage für Trump, der bislang weiter hinter Kavanaugh steht. Der „New York Times“ zufolge haben Evangelikale die Republikaner gewarnt, dass sie der Wahl fernbleiben könnten, wenn nicht mehr zur Verteidigung Kavanaughs unternommen werde.

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