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FBI-Sonderermittler Mueller hat Dutzende Fragen an Trump

FBI-Sonderermittler Robert Mueller soll einen Katalog mit knapp 48 Fragen an Trumps Anwalt weitergeben haben. Quelle: AP

Warum feuerte der US-Präsident den früheren FBI-Direktor Comey? Die „New York Times“ will die Gründe dafür kennen. Das ruft FBI-Sonderermittler Robert Mueller auf den Plan. Und er hat viele weitere Fragen.

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US-Präsident Donald Trump hat die Weitergabe von Fragen zur Russland-Affäre an die „New York Times“ kritisiert. Dies sei „skandalös“, twitterte er. Zuvor hatte die Zeitung berichtet, FBI-Sonderermittler Robert Mueller habe in seinen Untersuchungen einen Katalog mit knapp 48 Fragen an Trumps Anwalt weitergeben lassen.

Die Bandbreite der Fragen reicht laut „New York Times“ von einer nach den Gründen des Präsidenten, den früheren FBI-Direktor James Comey zu feuern, bis hin zu mutmaßlichen Kontakten des Trump-Lagers nach Russland. Eine Frage zur mutmaßlichen Behinderung der Justiz ziele auf Justizminister Jeff Sessions ab. Dieser hatte sich von den Russland-Ermittlungen zurückgezogen und danach mehrfach öffentlich Kritik von Trump kassiert. Bei einer anderen Frage gehe es darum, ob der Präsident etwas von dem angeblichen Versuch seines Schwiegersohns Jared Kushner wusste, einen geheimen Kommunikationsdraht mit Russland einzurichten.

Muellers Rechtsteam hat Trumps Anwälten gegenüber zwar angedeutet, dass der Präsident selbst nicht als Ziel der Ermittlungen betrachtet wird. Die Ermittler haben aber dennoch Interesse daran, ob Trumps Handlungen womöglich die Justiz behindert haben könnten. Muellers Untersuchungen konzentrieren sich vor allem auf die mutmaßliche Einflussnahme Moskaus auf die US-Präsidentenwahl 2016 und mögliche Absprachen zwischen Russland und Trumps Wahlkampfteam.

Trump schrieb, es sei „so skandalös, dass die Fragen bezüglich der russischen Hexenjagd an die Medien „durchgestochen“ wurden“. Es gebe keine Frage zu einer geheimen Zusammenarbeit mit Russland. „Oh, ich verstehe ... man hat ein erfundenes, gefälschtes Verbrechen, geheime Zusammenarbeit, die es nie gab, und eine Untersuchung, die mit illegal weitergereichten vertraulichen Informationen begonnen wurde. Nett!“ twitterte er.

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