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Fed US-Firmen schrauben Preise als Antwort auf Zölle nach oben

Handelsstreit: US-Firmen erhöhen Preise wegen der Zölle Quelle: REUTERS

Laut der US-Notenbank Federal Reserve haben amerikanische Firmen im Zuge der aktuellen Zollpolitik von Donald Trump ihre Preise erhöht. Die Inflation des Landes beeinflusse das jedoch nur gering.

Amerikanische Unternehmen haben laut einem Bericht der US-Notenbank Federal Reserve mit Preiserhöhungen auf die von Präsident Donald Trump verhängten Zölle reagiert. Die Inflation scheine aber in den meisten Landesteilen nur gering oder moderat auszufallen, hieß es im jüngsten Konjunkturbericht „Beige Book“ der Fed, den sie am Mittwoch veröffentlichte. Vor allem die USA und China haben sich gegenseitig mit Straf- und Vergeltungszöllen überzogen. Im Handelsstreit mit der Europäischen Union wurden höhere Zölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus den EU-Ländern eingeführt. Mit den Maßnahmen will der US-Präsident den betroffenen Staaten Zugeständnisse in der Handelspolitik abringen.

Laut dem Lagebericht aus den zwölf Fed-Bezirken sprachen manche Hersteller von notwendigen Preisanhebungen. Sie hätten dies mit gestiegen Kosten für Rohstoffe wie etwa Stahl begründet und auf die Zölle zurückgeführt. Dennoch signalisierte die Notenbank in ihrem Bericht, dass der Inflationsdruck zurzeit nicht sehr stark ausgeprägt ist. Darüber hinaus scheine die US-Wirtschaft weiter moderat zu wachsen. In einer Reihe von Branchen hätten Unternehmen von Engpässen bei der Suche nach Arbeitskräften berichtet.

Das Bruttoinlandsprodukt war im zweiten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Dafür sorgten steigende Investitionen der Firmen und höhere Exporte. Dazu kam die Kauflaune der Verbraucher – der private Konsum steht für rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA. Die vom US-Präsidenten auf den Weg gebrachten Steuersenkungen im Volumen von 1,5 Billionen Dollar verliehen der Konjunktur zusätzlich Schub.

Die Fed hatte hat ihren Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld ungeachtet der Kritik von US-Präsident Trump bereits drei Mal in diesem Jahr angehoben, um ein Überhitzen der Wirtschaft zu verhindern. Er liegt aktuell in einer Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent. Bis Ende 2019 haben die Dollar-Wächter vier weitere Schritte signalisiert.

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