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Fernsehdebatte Demokratische Präsidentschaftsbewerber fordern Trumps Amtsenthebung

Lügner, korrupt, moralisch untauglich: Die Anwärter um die demokratische Präsidentschaftskandidatur holen zu Beginn der sechsten Fernsehdebatte zum Angriff auf Trump aus.

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Sechste Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber: Senatorin Elizabeth Warren (v. links.), der ehemalige Vize-Präsident Joe Biden. Senator Bernie Sanders, Senatorin Amy Klobuchar, und Unternehmer Tom Steyer. Quelle: AP

Nach dem historischen Impeachment-Votum im US-Repräsentantenhaus haben mehrere demokratische Präsidentschaftsbewerber eine Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump am Ende des anstehenden Verfahrens gefordert. Bei ihrer sechsten Fernsehdebatte am späten Donnerstagabend (Ortszeit) in Los Angeles beklagten die Präsidentschaftsanwärter der Demokraten, Trump sei höchst korrupt und moralisch untauglich für das Amt.

Der linke Senator Bernie Sanders warf dem Präsidenten vor, dieser sei ein „krankhafter Lügner“ und führe „eine der korruptesten Regierungen in der Geschichte der USA“. Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden mahnte: „Wir müssen die Integrität des Präsidentenamtes wiederherstellen.“ Trumps Amtsenthebung sei eine verfassungsmäßige Pflicht.

Die Senatorin Elizabeth Warren bezeichnete Trump als einen der korruptesten Präsidenten in der US-Geschichte und appellierte an ihre Kollegen im Senat, ihrem Amtseid zu folgen und die Verfassung zu schützen. Die Senatorin Amy Klobuchar sagte: „Der Präsident ist kein König in Amerika.“ Sie warf die Frage auf, warum Trump sich dagegen sperre, hochrangige Mitglieder seiner Regierung im Senatsverfahren aussagen zu lassen, wenn er unschuldig sei.

Das US-Repräsentantenhaus hatte am Mittwochabend (Ortszeit) mit der Mehrheit der Demokraten für die offizielle Eröffnung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump gestimmt. Der Präsident muss sich demnach wegen Machtmissbrauchs und der Behinderung von Kongress-Ermittlungen in einem Impeachment-Verfahren im Senat verantworten.

Kritik bekam auch der aufstrebende Bewerber, Pete Buttigieg ab. Bei der sechsten Fernsehdebatte ging Warren Buttigieg scharf an. Sie warf ihm vor, bei Veranstaltungen hinter geschlossenen Türen Spenden von Milliardären einzusammeln. Buttigieg wehrte sich gegen die Anwürfe und gab zurück, er habe anders als Warren und weitere Mitstreiter kein persönliches Vermögen und könne jede Unterstützung gebrauchen.

Auch andere Parteikollegen griffen Buttigieg an – etwa wegen seiner geringeren politischen Erfahrung. Grund für die Attacken ist die zunehmende Stärke des 37-Jährigen in einzelnen Umfragen.

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