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Finanzierungshilfe Mexiko hofft auf finanzielle Unterstützung von USA für Maya-Zug

Präsident López Obrador verspricht sich durch eine Bahn zu Maya-Stätten einen Tourismus-Kick für Mexiko. Die USA sollen Unterstützung angeboten haben.

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Mexiko-Stadt Die US-Regierung hat nach Angaben des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador finanzielle Hilfe bei der Umsetzung einer Zugstrecke für die Yucatán-Halbinsel zugesagt. Handelsminister Wilbur Ross habe im Namen von US-Präsident Donald Trump ausgerichtet, dass „sie bereit sind, zu investieren und zu helfen, einen Maya-Zug und andere Infrastruktur im Südosten zu bauen“, sagte López Obrador.

Die USA hatten 4,8 Milliarden Dollar (4,2 Milliarden Euro) Entwicklungshilfe für Südmexiko zugesagt, um die Not der armen Bevölkerung zu verringern und sie davon abzuhalten, in die USA zu migrieren. Ein Teil des Geldes könnte nun in die Finanzierung der Zugstrecke fließen.

Das 7,2-Milliarden-Dollar-Projekt, das López Obrador vorantreiben will, würde beliebte Touristenziele wie Cancún mit weniger besuchten archäologischen Stätten wie Palenque verbinden. Es soll laut dem Präsidenten über sechs Jahre durch öffentliche und private Investitionen finanziert werden, unter anderem durch Tourismusabgaben, die derzeit 370 Millionen Dollar im Jahr in die Staatskasse spülen.

Der „Tren Maya“ ist eines der größten Infrastrukturprojekte des neuen mexikanischen Präsidenten, der im Dezember sein Amt angetreten hat. Im April wird die konkrete Bauplanung für das Vorhaben mit einem Volumen von mindestens 120 Milliarden Pesos (5,5 Mrd. Euro) ausgeschrieben. Ab 2023 soll der Zug dann über die Halbinsel fahren, teilweise auf dem bereits bestehenden Schienennetz, teilweise auf neuen Streckenabschnitten.

Der Zug soll eine Strecke von 1525 Kilometer auf der Halbinsel Yucatán abfahren und pro Jahr rund drei Millionen Touristen transportieren. Auch Güterzüge und normale Personenzüge werden nach den Plänen der Regierung das neue Schienennetz nutzen. Umweltschützer und Indigene befürchten allerdings den Ausverkauf der unberührten Natur.

Insgesamt sind 15 Haltestellen geplant: von den weißen Sandstränden in Cancún bis zu den archäologischen Ausgrabungsstätten von Palenque und Chichén Itzá. An der Strecken sollen neue Hotels und Dörfer entstehen. Bauern, die ihr Land für den Bau zur Verfügung stellen, werden Partner des Projekts.

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