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Fiskalpolitik Amerika sollte sich ein Beispiel an Irland nehmen

Wenn die US-Politik weiter auf Zeit spielt und die Schuden nicht in den Griff bekommt, droht die Wirtschaft eine Rezession. Fondsmanager Michael Hasenstab rät deshalb, sich an der Fiskalpolitik Irlands zu orientieren.

Schuldenweltmeister USA
Schuldenpolitik Quelle: dpa
Pro-Kopf -Verschuldung
Staatsdefizit
Sozialsystem Quelle: AP
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Finanzmärkte

Das Staatsdefizit der Vereinten Staaten von Amerika betrug im vergangenen Jahr rund 15,5 Billionen Dollar, Tendenz steigend. Aber akuten Handlungsbedarf scheint die Regierung nicht zu sehen, sie doktort eher mit Progrämmchen als handfesten Lösungen am Schuldenproblem herum. Wenn die politische Führung der USA weiter auf Zeit spielt, stürzt sie samt dem Wirtschaftswachstum in eine tiefe Rezession, so die Meinung vieler Experten. "Meines Erachtens machen viele Politiker die Augen zu. Vielleicht begreifen sie das Ausmaß der Misere nicht", sagt Michael Hasenstab, Fondsmanager und Renten-Experte bei der Investmentgesellschaft Franklin Templeton. Er hält die aktuelle Fiskalpolitik der USA für verantwortungslos.

Die größten Pleitekandidaten der USA

"Die Politiker, die die fiskalpolitischen Probleme erkennen, können nichts dagegen tun. Die Wahl dürfte daran nichts ändern", sagt er. Derzeit würden die fiskalpolitischen Fragen nur aufgeschoben: Steuern werden wenn überhaupt nur moderat erhöht und unpopuläre Einschnitte auf mindestens nach der US-Wahl vertagt. Diese Taktik des Aufschiebens hat zumindest den kurzfristigen Erfolg, dass es nicht zu der dramatischen Fiskalklippe kommt, die viele Experten der hochverschuldeten Weltmacht prophezeien. Langfristige fiskalpolitische Probleme bleiben dadurch aber bestehen - vom Nichts tun passiert auch nichts.

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