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Fleisch, Milch, Obst Putin präsentiert Boykottliste für westliche Produkte

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Gefechte in der Ostukraine kosten drei Zivilisten das Leben

Russland habe sehr lange gar nicht geantwortet auf die Sanktionen, sagte Medwedew der Agentur Interfax zufolge. Das Land habe bis zuletzt gehofft, der Westen werde begreifen, dass seine Politik in die Sackgasse führe. „Wir mussten antworten.“ Der Importstopp werde streng überwacht, kündigte Medwedew an. Zudem solle durch Kontrollen verhindert werden, dass für die verkauften Waren die Preise steigen.

In der Ostukraine dauerten die erbitterten Gefechte zwischen Armee und Aufständischen an. In der Separatistenhochburg Donezk wurden mindestens drei Zivilisten getötet und fünf verletzt. In der benachbarten Großstadt Lugansk waren weiter Hunderttausende Einwohner ohne Strom. Die Lage sei „katastrophal“, teilten die Behörden mit. Vor Lastwagen, von denen aus Brot verteilt werde, bildeten sich lange Schlangen. Seit Beginn der „Anti-Terror-Operation“ der Armee im April seien allein im Gebiet Lugansk rund 1500 Menschen ums Leben gekommen, sagte Bürgermeisterin Irina Werigina. Die Opferzahlen in dem Konflikt gelten aber nicht als gesichert.

Inmitten des schweren Konflikts reichte der Chef des Sicherheitsrates in Kiew, Andrej Parubij, seinen Rücktritt ein. Das teilte der 43-Jährige bei Facebook mit. Präsident Petro Poroschenko nahm Parubijs Gesuch an. Zuvor hatte es Spekulationen über Unstimmigkeiten zwischen Poroschenko und Parubij gegeben. Die Armee soll bei Kämpfen mit den prorussischen Separatisten größere Verluste erlitten haben als zugegeben. Parubij war seit dem Machtwechsel im Februar im Amt.

Chef des Sicherheitsrats tritt zurück

Auf dem seit Monaten von Demonstranten besetzten Unabhängigkeitsplatz in Kiew - dem Maidan - kam es erneut zu Bränden und Zusammenstößen. Etwa 300 städtische Mitarbeiter versuchten, die seit Dezember bestehenden Barrikaden zu räumen. Die Bewohner des dort errichteten Zeltlagers zündeten als Protest gegen das Vorgehen Reifen an und warfen Brandsätze. Über der Innenstadt bildete sich eine Rauchwolke. Mehrere Mitarbeiter wurden den Behörden zufolge verletzt.

Ausland



Inmitten des schweren Konflikts reichte der Chef des Sicherheitsrates in Kiew, Andrej Parubij, seinen Rücktritt ein. Das teilte der 43-Jährige bei Facebook mit. Präsident Petro Poroschenko nahm Parubijs Gesuch an. Zuvor hatte es Spekulationen über Unstimmigkeiten zwischen Poroschenko und Parubij gegeben. Die Armee soll bei Kämpfen mit den prorussischen Separatisten größere Verluste erlitten haben als zugegeben. Parubij war seit dem Machtwechsel im Februar im Amt.

Auf dem seit Monaten von Demonstranten besetzten Unabhängigkeitsplatz in Kiew - dem Maidan - kam es erneut zu Bränden und Zusammenstößen. Etwa 300 städtische Mitarbeiter versuchten, die seit Dezember bestehenden Barrikaden zu räumen. Die Bewohner des dort errichteten Zeltlagers zündeten als Protest gegen das Vorgehen Reifen an und warfen Brandsätze. Über der Innenstadt bildete sich eine Rauchwolke. Mehrere Mitarbeiter wurden den Behörden zufolge verletzt.

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