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Flüchtlingsströme Spanien und Libyen fangen Boote mit fast 500 Menschen ab

500 Flüchtlinge sind am Wochenende mit Booten vor den Küsten Spaniens und Libyens abgefangen worden. Vier Menschen kamen ums Leben.

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Jährlich versuchen Zehntausende von Nordafrika aus über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Quelle: dpa

Madrid Spanien und Libyen haben am Wochenende Boote mit fast 500 Flüchtlingen abgefangen, die von Nordafrika über das Mittelmeer nach Europa gelangen wollten. Der spanische Seerettungsdienst teilte mit, seine Patrouillenboote hätten neun Boote mit insgesamt 334 Menschen an Bord gestoppt. Eines sei am Sonntag mit 49 Insassen gefunden worden, von denen vier tot waren. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Die libysche Küstenwache teilte mit, sie habe am Samstag zwei Boote mit 152 Flüchtlingen abgefangen. Diese Boote seien am Samstag an der Küste des westlichen Bezirks Suwara und der Hauptstadt Tripolis gestoppt worden. Die Migranten, darunter 19 Frauen und drei Kinder, seien in einen Marinestützpunkt in Tripolis gebracht worden. Sie stammten aus afrikanischen und arabischen Ländern.

Libyen ist seit dem Sturz des alten Systems vor sieben Jahren in politischem Chaos versunken, mit zwei rivalisierenden Regierungen im Osten und Westen des Landes. Menschenschmuggler haben das ausgenutzt, um es zu einem Ausgangspunkt für Flüchtlinge und Migranten zu machen, die die Europäische Union erreichen wollen.

Insbesondere im Sommer versuchen jährlich Zehntausende, vor Konflikten, Kriegen und extremer Armut von Nordafrika aus über das Mittelmeer nach Europa zu fliehen. Viele kommen bei der gefährlichen Überfahrt in meist überfüllten und nicht seetüchtigen Booten ums Leben, in diesem Jahr nach UN-Angaben bereits mindestens 785. Bis Ende Mai seien 27 482 Migranten an europäischen Küsten gelandet, 7614 davon in Spanien.

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