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Förderung Merkel kündigt Investitionsfonds für afrikanische Staaten an

Die Bundesregierung will die Entwicklung in reformfreundlichen afrikanischen Staaten vorantreiben. Dabei soll nun ein neuer Investitionsfonds helfen.

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In den sogenannten Compact-with-Africa-Staaten will die Bundesregierung regionale Firmen und Industrieparks stärken. Quelle: dpa

Berlin Die Bundesregierung wird nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel zur Förderung des Afrika-Geschäfts einen Investitionsfonds für kleine und mittlere Unternehmen auflegen. Der Fonds solle mit Darlehen europäischen und afrikanischen Firmen etwa beim Markteintritt helfen, sagte Merkel am Dienstag auf einer Afrika-Konferenz in Berlin.

In der Regierung hieß es dazu, dass der Fonds von der Deutschen Entwicklungsgesellschaft (DEG) verwaltet werden soll. Zudem wolle die Regierung Geschäfte auf dem afrikanischen Kontinent besser gegen politische Risiken und Zahlungsrisiken absichern. Beispielsweise gebe es Deckungszusagen für den Handel mit Ghana und Senegal über 160 Millionen Euro.

„Unsere Maßnahmen sind immer abhängig von Reformschritten und der Schuldentragfähigkeit des jeweiligen Landes“, sagte Merkel. Eine volle Risikoübernahme werde es nicht geben. Wichtig sei für die Regierung und die Unternehmen, Doppelbesteuerungsabkommen mit afrikanischen Ländern voranzutreiben. Mit fünf der afrikanischen Staaten gebe es diese bereits, mit drei weiteren werde verhandelt. Ziel sei es, die Investitionsbedingungen zu verbessern.

Die Bundesregierung will vor allem mit als reformfreundlich eingestuften Staaten die Entwicklung vorantreiben. Nach der Aufnahme von Burkina Faso geht es damit um zwölf sogenannte Compact-with-Africa-Staaten. Es würden etwa neue Ausbildungspartnerschaften mit afrikanischen Ländern angestrebt sowie die Förderung von regionalen Firmen und Industrieparks verstärkt, kündigte Merkel an. Mit Senegal, Äthiopien und Marokko strebe Deutschland zudem neue bilaterale Abkommen an. Die verstärkten Bemühungen um Afrika sollen auch dazu beitragen, die Migration aus afrikanischen Ländern nach Europa zu stoppen.

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