Freihandelsabkommen Einigung über gemeinsamen Wirtschaftsraum erst 2014

Mullany und Garcia Bercero sind zuversichtlich, dass zwischen den USA und der EU ohne Zölle gehandelt werden könnte. Bevor sie sich einigen, sollen Gewerkschaften und Verbraucherverbände angehört werden.

Über diese Themen streiten sich Europa und die USA
Ein Fracht-Container wird in eine Airbus-Maschine gleaden Quelle: AP
NSA-AbhörskandalWegen der Bespitzelung von europäischen Politikern durch den US-Geheimdienst NSA will Frankreich - ohnehin schwierigster Partner bei den Verhandlungen um die Freihandelszone - die Gespräche vorerst auf Eis legen. Den Franzosen schwebt eine mindestens zweiwöchige Verhandlungspause vor, um alle Informationen, die bislang vorliegen, auszuwerten. Der französische Präsident François Hollande forderte ein sofortiges Ende des Lauschangriffs. „Wir können ein solches Verhalten nicht hinnehmen“, sagte er. Weitere Gespräche will er erst führen, wenn die USA garantiere, die Bespitzelungen einzustellen. "Wir wissen, dass es Systeme gibt, die kontrollieren müssen, unter anderem im Kampf gegen den Terrorismus. Aber ich denke nicht, dass dieses Risiko in unseren Botschaften oder der Europäischen Union besteht", so Hollande. Quelle: dpa
Tim Cook spricht auf einer Pressekonferenz Quelle: REUTERS
Ein chinesischer June begrüßt ein landendes Flugzeug Quelle: REUTERS
US Soldaten Quelle: REUTERS
US-Dollar-Scheine werden gezählt Quelle: REUTERS
Iraner feiern auf der Straße nachdem sich das Fußball-Team für die WM qualifiziert hat Quelle: AP

Die dritte Runde der Gespräche über eine Freihandelszone sind beendet. EU-Verhandlungspartner Ignacio Garcia Bercero sagte am Freitag in Washington, er sei zufrieden über den Ausgang der fünftägigen Verhandlungen.

„Wir sind auf dem Wege, eine Einigung über eine Freihandelszone zu erreichen.“ Bei der nächsten Verhandlungsrunde müsse man „Bilanz ziehen, was wir erreicht haben“, sagte US-Delegationschef Dan Mullaney.

Die nächste Runde sei für März 2014 geplant, teilte die zuständige EU-Kommission mit. Zunächst sollten vermutlich im Januar in Brüssel verschiedene Interessengruppen gehört werden, hieß es. Bei entsprechenden Anhörungen in Washington hatten sich etwa Gewerkschaften und Verbraucherverbände auch kritisch geäußert.

Nach bisherigen Prognosen dürften sich die Verhandlungen bis weit ins Jahr 2014 hinziehen. Am Ende der Gespräche könnte ein riesiger gemeinsamer Wirtschaftsraum von rund 800 Millionen Menschen ohne Zölle, Quoten und andere Handelsbarrieren stehen. Der Verzicht auf Zölle und die Angleichung von Produktstandards könnten laut Experten Einsparungen in dreistelliger Milliardenhöhe bringen.

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