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Friedensnobelpreisträgerin Kanadas Parlament will Suu Kyi Ehrenbürgerschaft nehmen

Die Regierungschefin von Myanmar steht wegen ihres Vorgehens gegen die muslimische Minderheit Rohingya in der Kritik. Kanada zieht nun Konsequenzen.

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Die Regierungschefin von Myanmar und der kanadische Premierminister bei einem Treffen in Ottawa im Jahr 2017. Quelle: Reuters

Montréal Kanadas Parlament will Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi eine vor Jahren verliehene Ehrenbürgerschaft entziehen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag (Ortszeit) einstimmig dafür.

Im Jahr 2007 hatte die Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi die Ehrenbürgerschaft Kanadas für ihre Rolle beim demokratischen Wandel In Myanmar erhalten. Mittlerweile aber stehen das buddhistische Land und die einstige Vorkämpferin für Demokratie Suu Kyi selbst wegen des Vorgehens gegen die muslimische Minderheit der Rohingya international in der Kritik.

„Unsere Regierung unterstützte diesen Antrag als Reaktion auf ihr anhaltendes Versäumnis, sich gegen den Völkermord an den Rohingya auszusprechen“, sagte Adam Austen, Sprecher der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland. „Ein Verbrechen, das vom Militär begangen wird, mit dem sie die Macht teilt.“

Es sei das erste Mal, dass Kanada jemandem die Ehrenbürgerschaft aberkenne, sagte der Abgeordnete Andrew Leslie dem Sender CBC News. Nach der Abstimmung im Parlament müsse nun die Regierung prüfen, was zur Umsetzung erforderlich sei.

Die Rohingya werden in Myanmar seit Jahrzehnten unterdrückt. Nach einem Überfall von Rohingya-Rebellen ging das Militär im August 2017 gewaltsam gegen die Minderheit vor. Die Gräueltaten tragen laut einem Uno-Bericht alle Anzeichen eines Völkermords.

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