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Friedensprozess Weitere große Afghanistankonferenz geplant

In Taschkent soll die nächste große Afghanistankonferenz stattfinden. Auch ein deutscher Sonderbeauftragter soll daran teilnehmen.

KabulAfghanistan und Usbekistan planen eine große Afghanistankonferenz für Ende März. Für das Treffen im usbekischen Taschkent, das nach Angaben des afghanischen Außenministeriums am 26. und 27. des Monats stattfinden wird, sollen Delegierte aus mehr als einem Dutzend Ländern kommen. Deutschland will laut Auswärtigem Amt den Sonderbeauftragten der Regierung für die Region, Markus Potzel, schicken.

Auf der Agenda stünden Wege zu einem Friedensprozess mit den radikalislamischen Taliban, die nach offiziellen Angaben mittlerweile wieder mindestens 14,3 Prozent des Landes kontrollieren oder beeinflussen, sowie Anti-Terrorismus-Strategien, sagte ein afghanischer Außenministeriumssprecher am Dienstag. Erst vor knapp zwei Wochen hatte Präsident Aschraf Ghani den Taliban bei einer ähnlichen Konferenz in Kabul ein umfassendes Friedensangebot gemacht. Die Taliban waren nicht eingeladen gewesen und haben bisher auf das Angebot nicht reagiert.

Ob die Taliban diesmal teilnehmen, blieb zunächst unklar. Die Zeitung „Tashkent Times“ berichtete am Dienstag unter Berufung auf eine Stellungnahme des usbekischen Außenministeriums, dass Repräsentanten der Gruppe sich bisher „nicht um die Teilnahme beworben“ hätten, was darauf hindeute, dass sie nicht dabei sein werden.

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