Frühere First Lady Nancy Reagan ist tot

Nancy Reagan ist tot. Die frühere First Lady starb im Alter von 94 Jahren an Herzversagen. Die USA und internationale Politiker preisen die Verstorbene, die mehr als nur die Frau an der Seite von Präsident Reagan war.

Nancy Reagan Quelle: AP

Im Gedenken an die verstorbene frühere First Lady Nancy Reagan haben US-Bürger Blumen vor der nach ihrem Mann benannten Bibliothek im kalifornischen Simi Valley niedergelegt. Trauernde hielten am Sonntag vor dem Haupteingang der Ronald-Reagan-Präsidentenbibliothek an, um Fotos zu schießen, Blumen zu hinterlassen oder auf anderer Weise ihren Respekt vor der Witwe des früheren Präsidenten zu zeigen.

Jonathan Kritzer trug kleine US-Flaggen bei sich, als er der Verstorbenen gemeinsam mit seiner Frau Renee und ihren vier Kindern Tribut zollte. „Ich hatte Tränen in den Augen, als ich gehört habe, dass sie gestorben ist“, sagte er. 1984 habe er als 18-Jähriger erstmals abstimmen dürfen und seine Stimme Ronald Reagan gegeben, berichtete Kritzer. „Wir versuchen, unseren Kindern beizubringen, bescheiden zu sein, sich um andere zu kümmern und menschenfreundlich zu sein. All das war Nancy Reagan.“

Nancy Reagan war am Sonntag im Alter von 94 Jahren zu Hause im kalifornischen Bel Air gestorben. Ihre Assistentin Allison Borio nannte Herzversagen als Todesursache. Die gelernte Schauspielerin Reagan galt als die engste Beraterin ihres Mannes, der von 1981 bis 1989 amerikanisches Staatsoberhaupt war.

Spitzenpolitiker in den USA und in aller Welt verneigten sich vor Reagan. US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle teilten mit, die Verstorbene habe die Rolle der First Lady neu definiert. Ex-Präsident George W. Bush erklärte: „Mrs. Reagan war ihrem Ehemann leidenschaftlich ergeben und diese Ergebenheit war nur mit ihrer Hingabe an unser Land zu vergleichen.“

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bezeichnete sie als noble Frau und Freundin Israels, während Kanadas Ex-Premier Brian Mulroney sich an wunderbare Treffen mit seiner Frau Mila und den Reagans erinnerte. Mulroney hatte 2004 bei der Beerdigung Ronald Reagans eine Grabrede gehalten.

Diese US-Größen stehen hinter den Präsidentschaftskandidaten
Leonardo DiCaprioSeitens Hollywood erfährt Clinton auch von zahlreichen Schauspielerinnen Unterstützung. Zu den prominenten Spendern ihres „Super-PACs“ gehört der Oscar-Gewinner Leonardo DiCaprio, der sich offen für die Bekämpfung des Klimawandels einsetzt. Neben DiCaprio stehen auch Tobey Maguire, Dakota Fanning, Ben Affleck und Chris Meledandri auf der Spenderliste. Quelle: dpa
Bill GatesBill Gates macht aus seiner politischen Einstellung kein Geheimnis. Er setzt sich für Immigranten in den USA ein und prangert den Klimawandel an. Wen genau er bei den Demokraten unterstützt, ist aber nicht bekannt. Quelle: dpa
Jeffrey KatzenbergAuch der Dreamworks-Chef Jeffrey Katzenberg steht hinter Hillary Clinton. Er hat ihrem „Super-PAC“ eine Millionen Dollar zugeschossen. Quelle: REUTERS
Koch-BrüderDie Koch-Brüder (im Foto Charles Koch) waren lange Zeit die größten Unterstützer der Republikaner. Sie hatten sich für George Bush und später Mitt Romney engagiert. Bei Letzterem ohne Erfolg. Doch das Problem ist nicht nur das dadurch verlorengegangene Geld. Auch die anhaltend negative Kritik gegen die Brüder macht den Milliardären zu schaffen. Bislang fielen sie daher im aktuellen Wahlkampf kaum auf. Quelle: AP
Mark ZuckerbergDer Facebook-Gründer macht des Öfteren auf die negativen Effekte des Klimawandels aufmerksam. Außerdem setzt Mark Zuckerberg sich für die Rechte der gleichgeschlechtlichen Ehe ein. Daher dürfte es naheliegend sein, dass er den Wahlkampf der Demokraten unterstützt. Auch die Geschäftsführerin des sozialen Netzwerks sympathisiert mit den Demokraten. Sheryl Sandberg hatte sich offen zu Hillary Clinton bekannt. „Ich würde es begrüßen sie als Präsidentin zu sehen“, sagte sie gegenüber Bloomberg TV im April 2015. Quelle: AP
Harold HammWie die Kochs gehörte auch der Rohstoffunternehmer Harold Hamm lange zu den zahlungskräftigen Unterstützer der Republikaner. 2012 fungierte Hamm als Energieberater des Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Im aktuellen Wahlkampf macht sich allerdings genauso rar wie die Gebrüder Koch. Quelle: REUTERS
Satya NadellaWie sein Vorgänger ist auch der neue Microsoft-Chef Satya Nadella dem demokratischen Lager zuzuordnen. Selbst aus Indien stammend setzt sich Nadella ebenfalls für die Rechte von Immigranten ein. Quelle: REUTERS

Die demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber Hillary Clinton und Bernie Sanders hielten bei ihrer Fernsehdebatte am Sonntag eine Schweigeminute für die Verstorbene ab. Alle republikanischen Bewerber verneigten sich ebenfalls vor hier.

Der kalifornische Ex-Gouverneur und Schauspieler Arnold Schwarzenegger sagte, Nancy Reagan sei eine Heldin für ihn gewesen. „Sie diente als First Lady mit unglaublicher Kraft, Klasse und Anmut, sie hinterließ ihre Spur auf der Welt. Sie ist jetzt bei ihrem Ronnie, aber diejenigen von uns, die sie hinterlässt, werden sie innig vermissen.“

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