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Führungsjobs Lagarde zum IWF, Clinton zur Weltbank?

Christine Lagarde und der Mexikaner Agustin Carstens kämpfen um den IWF-Chefposten. Kurz vor Ende der Bewerbungsfrist gibt es offiziell keine weitere Kandidaten. Dafür gibt es Anzeichen, dass Hillary Clinton ab 2012 die Weltbank führen könnte.

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Hillary Clinton möchte Quelle: REUTERS

Kurz vor dem Ende der Bewerbungsfrist für den Chefposten des IWF hat Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde den Entwicklungsländern im Fall ihrer Wahl mehr Mitspracherecht zugesagt. „Sie wollen alle besser beim Internationalen Währungsfonds vertreten sein und bessere Stimmrechte haben. Diese Reformen sollen auf jeden Fall fortgesetzt werden“, sagte Lagarde der französischen Zeitung „Le Parisien“. Sie sei zuversichtlich, dass sie eine gute Chance auf das Amt habe.

In den vergangenen Wochen hatte Lagarde zahlreiche Länder besucht, um für ihre Kandidatur zu werben. Während die Unterstützung der Europäer und der USA sicher scheinen, hielten sich insbesondere Indien und China zurück. Der Verwaltungsrat des IWF muss bis spätestens 30. Juni entscheiden.

Ruf des IWF wiederherstellen

Als erste Aufgabe für den Fall ihrer Wahl nannte sie, sich dem Verhältnis zu den Mitarbeitern zu widmen. „Wenn ich Generaldirektorin werde, dann wäre meine erste Mission, den 2500 Mitarbeitern Vertrauen wiederzugeben“, sagte sie mit Blick auf den plötzlichen Abschied ihres Vorgängers Dominique Strauss-Kahn, der in den USA wegen versuchter Vergewaltigung angeklagt ist. Sie hoffe auch, Strauss-Kahn so bald wie möglich zu treffen, um mit ihm über seine Erfahrungen an der IWF-Spitze zu sprechen.

Ein anderes Spitzenamt strebt offenbar Hillary Clinton an. Die US-Außenministerin will Kreisen zufolge Präsidentin der Weltbank werden. Clinton spreche mit dem Weißen Haus darüber, im kommenden Jahr ihren Posten in der Regierung aufzugeben, sagten mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. „Hillary Clinton will den Posten“, sagte eine Quelle. 

Aus Washington kamen heftige Dementis. "Die Meldung ist zu 100 Prozent falsch", sagte Clinton-Mitarbeiter Philippe Reines. Auch ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama widersprach den Gerüchten: "Die Geschichte ist falsch", so Jay Carney.

Aber: Clinton hatte in der Vergangenheit betont, dass sie nicht plane, länger als vier Jahre im Außenministerium zu bleiben. Weggefährten zufolge hat sie ihr Interesse an dem Spitzenposten der Weltbank bekundet, sollte der derzeitige Präsident Robert Zoellick Mitte 2012 am Ende seiner Amtszeit ausscheiden.

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