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Für Euro-Beobachterstatus Slowakei unterstützt Tschechiens Forderung

Tschechien fordert den Euro-Beobachterstatus bei informellen Treffen der Finanzminister und bekommt dabei Unterstützung von der Slowakei. Eine Grabenbildung zwischen Euro- und Nichteuroländern ließe sich so vermeiden.

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„Wir wollen, dass bei diesem Prozess alle dabei sind“, so der slowakische Regierungschef. Quelle: dpa

Prag Das Euro-Land Slowakei unterstützt Tschechien in der Forderung nach einem Beobachterstatus bei den informellen Treffen der Euro-Finanzminister. „Wir wollen, dass bei diesem Prozess alle dabei sind“, sagte der slowakische Regierungschef Robert Fico der Agentur CTK zufolge am Montag auf Schloss Lednice in Südmähren. Während die Tschechen noch zögern, zahlen die Slowaken seit Januar 2009 mit der Gemeinschaftswährung.

Prags Regierungschef Bohuslav Sobotka hatte den Beobachterstatus ins Spiel gebracht, um eine Grabenbildung zwischen Euro- und Nicht-Euro-Ländern zu vermeiden. Während seine Sozialdemokraten für die Euro-Einführung bis 2020 sind, ist ANO-Parteigründer Andrej Babis, der Umfragefavorit für die tschechische Parlamentswahl im Oktober, dagegen.

Auch in der Frage des Umzugs von EU-Agenturen aus London wollen sich Tschechien und die Slowakei gegenseitig unterstützen. Wie Fico erklärte, werde Prag Interesse an der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) anmelden, wohingegen Bratislava sich um die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bemühen werde. In der Slowakei hat seit ihrem Beitritt im Jahr 2004 noch keine EU-Behörde ihren Sitz genommen. In Tschechien befindet sich der Verwaltungssitz des Navigationssystems Galileo.

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