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Gaspipeline Russland hat eigenes Schiff zum Weiterbau an Nord Stream 2 losgeschickt

Wegen der US-Sanktionen musste der Bau an der Gaspipeline Nord Stream 2 gestoppt werden. Nun will ein russisches Spezialschiff damit weitermachen.

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Die Schweizer Firma Allseas, die mit Spezialschiffen Rohre in der Ostsee verlegt hatte, stellte Ende vorigen Jahres ihre Arbeiten wegen der US-Sanktionen ein. Quelle: Reuters

Nach dem Baustopp an der Ostseepipeline Nord Stream 2 hat Russland sein eigenes Spezialschiff für die Verlegung von Gasröhren in Bewegung gesetzt. Die „Akademik Tscherski“ legte vom Hafen Nachodka im äußersten Osten Russlands im Japanischen Meer ab und nahm zunächst Kurs nach Süden, wie auf Schiffsradaren im Internet am Montag zu sehen war. Dem Radar Vesselfinder.com zufolge soll das Schiff des russischen Gasmonopolisten Gazprom am 22. Februar in Singapur ankommen.

Russland hatte erklärt, dass die „Akademik Tscherski“ die durch US-Sanktionen gestoppte Pipeline in der Ostsee fertigstellen könne. Das mit rund zehn Milliarden Euro veranschlagte Projekt ist nach Darstellung des Energieministeriums in Moskau zu 94 Prozent fertig. Es fehlten noch rund 160 Kilometer an Röhren, damit die Leitung mit zwei Strängen von insgesamt 2400 Kilometern vollständig sei.

Die Schweizer Firma Allseas, die mit Spezialschiffen Rohre in der Ostsee verlegt hatte, stellte Ende vorigen Jahres ihre Arbeiten wegen der US-Sanktionen ein. Die USA warnen vor einer zu großen Abhängigkeit der EU von russischem Gas. Sie wollen das Projekt verhindern und eigenes Flüssiggas, das mehr kostet als russisches Leitungsgas, in Europa verkaufen.

Ursprünglich sollte die Leitung Ende vorigen Jahres fertig sein. Deutschland, wo Nord Stream 2 anlanden soll, hatte die Sanktionen der USA kritisiert. Mehrere EU-Staaten, darunter Polen, sind gegen das Projekt, weil sie einen zu starken Einfluss Russlands befürchten auf dem Energiemarkt. Sie unterstützen deshalb die US-Position.

Kremlchef Wladimir Putin hatte im Januar gesagt, dass Russland das Projekt aus eigener Kraft fertigstellen könne – bis Ende dieses Jahres oder Anfang 2021. Es dauert mehrere Wochen, bis die „Akademik Tscherski“ in der Ostsee ist. Russland hatte zudem Gegensanktionen angekündigt, die aber bisher ausblieben.

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