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Gift-Anschlag Kreml stellt Echtheit von Julia Skripals Videobotschaft infrage

Der Kreml zweifelt an der Videobotschaft von Julia Skripal. Man sei sich nicht sicher, ob die Nachricht nicht unter Druck entstanden sei.

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Die Tochter des vergifteten russischen Ex-Doppelagenten Skripal, Wochen nach dem Anschlag. Quelle: dpa

Moskau Der Kreml hat die Glaubwürdigkeit der Videobotschaft der vergifteten Julia Skripal angezweifelt. „Wir wissen nicht, ob sie diese Nachricht freiwillig gemacht hat oder ob sie unter Druck entstanden ist“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. „Wir haben auch allen Grund, dem zu misstrauen“, sagte Peskow.

Man habe keine Informationen über den Zustand der Tochter des ebenfalls vergifteten Ex-Spions Sergej Skripal und über ihren Aufenthaltsort. Die russische Botschaft in London habe keinen Kontakt zu der 33-jährigen Russin, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Am Mittwoch wurde eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sich Julia Skripal zum ersten Mal seit ihrer Vergiftung vor rund drei Monaten zu Wort meldete. Sie wolle zurzeit keine Hilfe der russischen Botschaft annehmen, sagte sie in der von der Nachrichtenagentur Reuters verbreiteten Videobotschaft. Den Kontakt zu Julia Skripal an einem geheimen Ort soll die britische Polizei vermitteln haben.

Sie und ihr Vater Sergej Skripal waren Anfang März bewusstlos auf einer Parkbank im südenglischen Salisbury entdeckt worden. Beide sollen mit dem in der Sowjetunion entwickelten Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden sein. London bezichtigt Moskau, hinter der Tat zu stecken. Das Attentat löste eine schwere diplomatische Krise aus.

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