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Gipfel zum Finanzmarkt G20-Beschlüsse sind Experten nicht streng genug

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Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht werden die Beschlüsse von Pittsburgh überwiegend positiv gesehen. Die Vorgaben der G20 seien zwar allgemein, aber hinsichtlich der Richtung, wohin die Reise gehen soll, glasklar, sagte Präsident Jochen Sanio. Auch Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bezeichnete die Beschlüsse in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ als „sehr verantwortungsvoll“. „Sie tragen der Globalisierung politisch Rechnung und machen damit die Weltwirtschaft und das Weltfinanzsystem stabiler.“ Auch der Deutschland-Chef der Investmentbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, äußerte sich in der Zeitung positiv. „Die Welt kann künftig besser mit Risiken umgehen“, sagte er. Es sei richtig, dass der Regulator eingreifen könne, wenn eine Bank zu kippen drohe.

Schutz für Steuerzahler

Die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Industrie- und Schwellenländer waren Ende der Woche in Pittsburgh in den USA zusammengekommen. Sie einigten sich darauf, die Banken künftig zu mehr Eigenvorsorge gegen Finanzkrisen zu zwingen. Daneben sollen die umstrittenen Bonuszahlungen für Bankmanager künftig langfristigen Erfolg eines Instituts belohnen und sich nicht mehr an kurzfristig, risikoreichen Geschäften ausrichten. Dem Schlussdokument zufolge sollen die schärferen Eigenkapitalvorschriften für Banken 2010 formuliert und bis Ende 2012 eingeführt werden. Die Institute müssten dann – abhängig von ihrer Größe und den Risiken – mehr eigenes Geld vorhalten. Die G20-Länder verpflichteten sich zudem, ein spezielles Banken-Insolvenzrecht zu entwickeln, damit Gläubiger und Aktionäre zur Rechenschaft gezogen würden und nicht mehr die Steuerzahler.

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