Global Peace Index 2015 Gegensätze von Krieg und Frieden werden krasser

Die Kluft zwischen friedlichen und kriegerischen Regionen wird immer breiter. Vor allem der Nahen Osten und Nordafrika stehen in einem Friedens-Ranking so schlecht da wie seit sieben Jahren nicht.

Die zehn friedlichsten Länder der Welt
Friedensforscher haben an die Bundesregierung appelliert, auf die Anschaffung von Kampfdrohnen zu verzichten. Deutschland solle sich stattdessen für ein internationales Verbot dieser Waffensysteme einsetzen. Das forderten vier deutsche Institute für Friedens- und Konfliktforschung als Herausgeber des „ Friedensgutachtens 2013“. Trotz der Drohnen-Affäre erwägt Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU), am Kauf von Kampfdrohnen für die Bundeswehr festzuhalten. Der unter Druck stehende CDU-Politiker will bis zu 16 unbemannte Flugzeuge anschaffen, wie Ende Mai aus einer Regierungsantwort auf eine SPD-Anfrage hervorging. Die Friedensforscher kritisierten, bewaffnete Drohnen versinnbildlichten den „schlanken Krieg“ per Fernsteuerung wie kein anderes Waffensystem. „Wenn man zu militärischen Mitteln greifen kann, ohne das Leben eigener Soldaten zu riskieren, sinkt die Hemmschwelle zum Einsatz von Gewalt.“ Nach Angaben der Institute besitzen mehr als 80 Staaten inzwischen Aufklärungsdrohnen. Die Bundesregierung solle zudem Rüstungsexporte einschränken und mehr Transparenz bei Beschlüssen zu Waffenausfuhren zulassen, forderten die Forscher weiter. Über größere Waffenlieferungen solle künftig der Bundestag debattieren, nicht nur geheime Gremien. Die Bundesrepublik ist hinter den USA und Russland drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Unter den friedlichsten Ländern der Welt schafft es Deutschland nur auf Platz 15. Quelle: dpa
Platz 10: SchweizVor allem die neutrale Schweiz ist in den vergangenen Jahren friedlicher geworden. Belegte das Alpenland 2010 noch Platz 18, war es vergangenes Jahr Platz 16 – und dieses Jahr Platz 10. Bei Morden, Bevölkerungsanteil im Gefängnis und politischen Terror schneidet sie mit einem GPI von 1,0 sehr gut ab. Je niedriger der errechnete Index, desto friedlicher ist das Land in der jeweiligen Kategorie. So gibt es für die Alpenrepublik unter anderem Abzug wegen Waffenexporten (4,0), Militärgröße (3,0) und Kriminalität (2,0). Quelle: AP
Platz 9: FinnlandFinnland ist um zwei Plätze zurück gefallen. Belegten die Nordlichter in Sachen Friedlichkeit 2011 noch Platz 7, ist es dieses Jahr Platz 9. Diesen Rang hatten die Finnen schon 2010 inne. Ob Gewaltverbrechen, Terroranschlägen oder bewaffnete Sicherheitskräfte – Finnland erreicht in vielen Punkten einen GPI von 1,0. Den schlechtesten Index gibt es mit 3,0 für die Größe des Militärs. 2,5 erhält Finnland für seine schwere Bewaffnung, 2,0 unter anderem wegen gewalttätiger Demonstrationen und Morde. Quelle: obs
Platz 8: SlowenienSlowenien ist in den vergangenen Jahren stetig friedlicher geworden. Belegte die ehemalige jugoslawische Republik 2008 noch Rang 16, hat sie sich mittlerweile auf den achten Platz vorgearbeitet. Der schlechteste GPI Sloweniens beträgt 2,0. Den erhält das Mittelmeerland etwa für seine Beziehungen zu Nachbarstaaten, Kriminalität und gewalttätige Demonstrationen. Quelle: AP
Platz 6: IrlandDie grüne Insel kletterte im Ranking dieses Jahr von Platz 11 auf Platz 6 hoch. Lob und damit einen GPI von 1,0 gibt es etwa für die Vertriebenenpolitik, politische Stabilität und Morde. 2,0 gab es etwa wegen den irischen Polizisten, Gewaltverbrechen und Zugang zu Waffen. Quelle: gms
Platz 6: ÖsterreichDen sechsten Platz teilt sich Irland mit Österreich. Zwar belegte der Alpenstaat 2007 noch Platz 10, doch stand Österreich etwa 2010 mit Rang 4 auch mal besser da. Das Institute for Economics and Peace hat etwa die Größe des Militärs zu bemängeln (3,0), Kriminalität und gewalttätige Demonstrationen (je 2,0). Quelle: gms
Platz 5: JapanDas Land des Lächelns ist zwei Plätze abgestiegen und belegt dieses Jahr im Friedlichkeitsranking Platz 5. Vor allem für die Größe des Militärs gibt es mit einem GPI von 4,0 einen großen Abzug. Die Beziehungen zu benachbarten Ländern könnte auch besser aussehen. Dafür erhält Japan nur einen GPI von 3,0. Quelle: dpa
Platz 4: KanadaKanada ist seit 2010 deutlich friedlicher geworden. Belegte das Land damals noch Platz 14, liegt es mittlerweile auf dem vierten Platz. Den schlechtesten GPI mit 3,0 erhält das Land für die Größe seines Militärs. 2,0 gibt es für gewalttätigen Demonstrationen, die kanadischen Polizisten und Kriminalität. Der mächtige Nachbar, die USA, landet im Friedlichkeitsranking auf Platz 88 von 158. Quelle: AP
Platz 2: NeuseelandWie im vergangenen Jahr belegt Neuseeland Platz 2. 2010 und 2009 führte das Land das Ranking als weltweit friedlichster Staat sogar an. Wie bei vielen anderen Top-10-Staaten bemängelt das Institute for Economics and Peace vor allem die Militärgröße (3,0). Quelle: obs
Platz 2: DänemarkDen zweiten Platz teilt sich Neuseeland mit Dänemark, das sich auf der Friedlichkeitsskala von Platz 7 (2010) vor gearbeitet hat. Auch hier ist wieder die Militärgröße (3,0) ein Knackpunkt. Quelle: AP
Platz 1: IslandDas friedlichste Land der Welt ist Island – und die Militärgröße ist hier für das Institute for Economics and Peace auch kein Kritikpunkt. Da gibt es einen GPI von 1,0. Den Wert gab es auch für die meisten anderen Indikatoren, wie Vertriebenenpolitik, Gefängnisinsassen und politischer Terror. Den mit  2,0 schlechtesten Index gibt es für Kriminalität und Polizeikräfte. Damit belegen die Isländer im zweiten Jahr in Folge den ersten Platz. Quelle: AP

Die Gegensätze zwischen friedlichen Weltregionen und von Krieg und Bürgerkrieg zerrütteten Ländern werden einer Studie zufolge größer. Sinkende Mordraten und geringere Ausgaben für Militäreinsätze beschwerten einigen Ländern Rekordwerte auf der Friedens-Skala, heißt es im am Mittwoch in London veröffentlichten Global Peace Index, der 162 Länder auf ihre Friedlichkeit hin untersucht. Dagegen schnitten der Nahe Osten und Nordafrika so schlecht ab wie seit 2008 nicht.

Schlusslicht im Länder-Ranking bleibt demnach das vom Bürgerkrieg zerrüttete Syrien, das im vergangenen Jahr auf den letzten Platz gerutscht war und hinter dem Irak und Afghanistan liegt. Der Nahe Osten und Nordafrika sind erneut die am meisten von Konflikten und Gewalt betroffene Region. Die deutlichste Verschlechterung dort stellten die Autoren im vergangenen Jahr in Libyen fest, wo sich islamistische und nationalistische Gruppen bekämpfen.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
414 Konflikte, 20 KriegeDas Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) stellt "Conflict Barometer 2013" das weltweite Konfliktgeschehen im Jahr 2013 dar. Insgesamt gibt es global 414 Konflikte, davon gelten 45 als hochgewaltsam. Von diesen Konflikten, die sich durch den massiven Einsatz organisierter Gewalt auszeichnen, werden 20 als Kriege eingestuft. Sie ereignen sich in 15 Staaten auf fünf Kontinenten. Außer den Kriegen in Afghanistan und Syrien zählen dazu auch die Konflikte im Irak, in Mali sowie in der Zentralafrikanischen Republik. "Wir blicken mit großer Sorge auf diese stetig hohe Anzahl an kriegerischen Auseinandersetzungen" berichten die Vorstandsmitglieder des Heidelberger Instituts, Simon Ellerbrock und Peter Hachemer. Quelle: dpa
MaliAllein elf der 20 Kriege finden in Afrika statt. In Mali ist die Sicherheitslage nach wie vor angespannt. 2012 war das Land durch einen Militärputsch ins Chaos gestürzt. 2013 gelang es der Regierung unter Mithilfe französischer Streitkräfte, die größten Städte im Norden des Landes wieder weitgehend unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Kämpfe mit den sich stetig neu formierenden islamistischen Gruppen dauern jedoch weiter an. Quelle: REUTERS
Somalia und NigeriaIn Somalia herrscht seit 21 Jahren Bürgerkrieg. Auch hier sind hunderttausende Menschen auf der Flucht vor der radikal-islamistischen al-Shabaab-Miliz, die gegen Regierung und Bevölkerung kämpft. Etwa zwei Millionen Somalier befinden sich derzeit auf der Flucht. Viele von ihnen fliehen nach Kenia und warten im größten Flüchtlingslager der Welt, Dadaab, auf ein Ende des Krieges. Auch in Nigeria lehnt sich eine Miliz, die islamistische Boko Haram, mit kriegerischen Mitteln gegen die Regierung auf. Außerdem verschärften sich 2013 die Auseinandersetzungen zwischen den christlichen Farmern des Berom-Stammes und den muslimischen Fulani-Nomaden. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2013 forderten die Konflikte über 1200 Todesopfer. Quelle: REUTERS
Sudan und Süd-SudanSeit 2008 tobt zwischen dem Sudan und dem Süd-Sudan ein Krieg. Der Süd-Sudan erlangte am 9. Juli 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan. Bis heute hat sich die Lage nicht entspannt. Insgesamt sind mehr als 400.000 Menschen auf der Flucht. Hinzu kommen innerstaatliche Kriege in beiden Ländern. Im sudanesischen Darfur gibt es seit rund zehn Jahren gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Stämmen, die Zahl der binnenvertriebenen liegt hier bei 2,7 Millionen. Auch im Süd-Sudan starben im vergangenen Jahr mindestens 1000 Menschen bei Kämpfen verschiedener Ethnien. Im Dezember 2013 brach ein neuer kriegerischer Konflikt zwischen Anhängern des südsudanesischen Machthabers Salva Kiir und seinem ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar aus, bei dem bis zum Jahresende tausende Menschen ums Leben kamen. Quelle: AP
KongoAuch die Demokratische Republik Kongo wird - mit kurzen Unterbrechungen - seit Jahrzehnten von Kriegen erschüttert. Seit 1994 gibt es einen andauernden bewaffneten Konflikt. Im vergangenen Jahr erreichte der Krieg zwischen Regierung und Rebellen laut dem Institut seinen Höhepunkt. Seitdem die Tutsi-geführte Rebellengruppe M23 die Stadt Goma in ihre Gewalt brachte, sind mehr als 750.000 Menschen auf der Flucht, im November setzte erneut eine Flüchtlingswelle ein. Quelle: dapd
Syrien„Syrien hat relativ eindeutig die meisten Opfer zu beklagen“, sagte Vorstandsmitglied Peter Hachemer. Allein im syrischen Bürgerkrieg ließen bis heute etwa 200.000 Menschen ihr Leben. 2013 nahm der Konflikt durch den Einsatz von Giftgas noch einmal dramatischere Formen an. Dabei kamen bis zu 1500 Menschen ums Leben. Mehr als sechs Millionen Syrer sind derzeit auf der Flucht. Neben dem Oppositionskonflikt zeigte sich in Syrien 2013 zunehmend eine Spaltung der Regimegegner. Im Norden des Landes eskalierten die Kämpfe um die Vorherrschaft in den Kurdengebieten zu einem Krieg. Desweiteren verschärft der zwischenstaatliche Konflikt zwischen Syrien und Israel die Situation. Auch die Kriegsandrohungen der USA gegenüber Syrien wurden als Krise eingestuft. Insbesondere zwischenstaatliche Krisen unterhalb der Gewaltschwelle hätten großes Eskalationspotential, so Peter Hachemer. Quelle: dapd
MexikoAber nicht nur in Afrika, auch in Südamerika tobt ein Krieg: In dem Drogenkrieg zwischen der Regierung Peña Nietos und verschiedenen bewaffneten Drogenmafias wurden 2013 mehr als 12.000 Menschen getötet. Nun konnte der mächtige Chef des Sinaloa-Drogenkartells in Mexiko nach 13-jähriger Flucht gefasst werden. Jetzt drohen interne Nachfolgekämpfe die Lage in der Region wieder zu verschärfen. Im Südwesten des Landes formierten sich zudem hunderte von bewaffneten Selbstverteidigungsgruppen, die den Kampf gegen Staat und Kartelle aufnahmen. Quelle: dpa
JemenIm Jemen finden immer noch gewalttätige Auseinandersetzungen statt. Der Krieg zwischen den Konfliktparteien im Jemen erfuhr im Dezember 2013 einen neuen Impuls durch den Angriff der Ansar al-Scharia Kämpfer auf das Verteidigungsministerium. Quelle: dapd
IndienUnd auch Indien findet keine Ruhe. Der Konflikt um die Region Kaschmir schwelt mittlerweile seit 1947. Dennoch gehört Indien nun "nur" noch zu den eingeschränkten Kriegen. 2013 versuchten die Konfliktparteien Pakistan und Indien erstmals eine gegenseitige Annäherung. Das Heidelberger Institut stufte den Konflikt daher aus der Kategorie "Krieg" zu einem "eingeschränkten Krieg" herunter. Quelle: dpa
PakistanAuch in Pakistan dauert der Krieg zwischen der Regierung und islamistischen Gruppierungen weiter an. Obwohl die Regierung durch die USA unterstützt wird, starben 2013 erneut hunderte Menschen bei Drohnenangriffen. 2013 kamen bis zum 25. Dezember 123 Talibankämpfer und 14 Zivilisten durch US-Luftschläge ums Leben. Quelle: dpa

Europa bleibt die friedlichste Region der Welt, obwohl Terror in Dänemark und vor allem Frankreich auf die Werte dieser Länder drückte. Die drei friedlichsten Länder sind europäisch: Island, Dänemark und Österreich. Deutschland liegt auf Platz 16. Unter den Top 20 weltweit sind 15 europäische Staaten.

Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten machte Griechenland in der Region den größten Sprung nach vorn und liegt nun auf Platz 61. Zu verdanken hat das Land, dem der Staatsbankrott droht, das vor allem der sinkenden Zahl von Gewaltverbrechen.

Die Ukraine zählt im Global Peace Index nicht zu Europa, sondern zur Region Russland und Eurasien. Russlands Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und der Krieg in der Donbas-Region ließen die Ukraine im Ranking abstürzen. „Der gesteigerte Wettbewerb zwischen Russland und dem Westen vergrößert die Wahrscheinlichkeit weiterer Konflikte in der Region in den kommenden Jahren“, schreiben die Experten. Abgerutscht in der Friedensliste sind auch Aserbaidschan und Armenien, in deren Konflikt um die Region Bergkarabach 2014 die Waffenruhe gebrochen wurde.

Die glücklichsten Länder der Erde
ParaguaySommer und Sonne satt - das macht glücklich. Nicht nur Urlauber, sondern auch die Einheimischen. Paraguay landet auf dem ersten Platz im Ranking. Mit einem Glücksindex von 87 verzeichnen die Paraguayaner die meisten positiven Erfahrungen weltweit - schon zum dritten Mal in Folge. Das zeigt auch, dass Geld nicht unbedingt glücklich macht: Paraguay gilt als ärmstes Land Lateinamerikas. Um den Glücksindex zu erheben, hat das Meinungsforschungsinstitut Gallup hat eine weltweite Umfrage in 138 Ländern durchgeführt. Jeweils 1000 Menschen ab 15 Jahren wurden in Telefoninterviews und persönlichen Interviews Fragen gestellt, wie: "Haben Sie gestern viel gelacht?" oder Hatten Sie gestern viel Spaß?" Quelle: AP
Panama „Oh wie schön ist Panama!“ Das wusste schon Janosch, als er das gleichnamige Kinderbuch schrieb. Das mittelamerikanische Land zwischen Costa Rica und Kolumbien schafft es im Gallup-Ranking auf den zweiten Platz, mit einem Glücksindex von 86 Punkten. Auch die Panamaer brauchen kein Geld, um glücklich zu sein: Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt Panama weltweit lediglich nur auf dem 90. Rang. Quelle: REUTERS
GuatemalaObwohl Guatemala zu den weltweit gewalttätigsten Ländern gehört, landet es im Glücksranking auf dem dritten Platz. Offenbar stimmt die Mär der herzlichen, lebensfreudigen Latinos. Der ehemalige Direktor der Interamerikanischen Entwicklungsbank, Eduardo Lora, erklärt das so: „Latinos neigen dazu, positive Emotionen zu zeigen und negative zu verdrängen.“ Quelle: dpa
Quelle: dpa/Montage
DeutschlandDeutschland liegt, was das Glück der Bevölkerung angeht, eher im Mittelfeld. Mit einem Glücksindex von 74 Punkten landet das Land nur knapp vor Sri Lanka und Vietnam. Traurigstes europäisches Land ist Kroatien, das mit einem Index von 57 im hinteren Drittel des Rankings landet. Quelle: dpa
IndonesienDie Bewohner des größten Inselstaats der Welt gehören zu den glücklichsten Menschen in Asien. Im weltweiten Vergleich landet das Land mit einem Glücksindex von 80 Punkten auf dem zwölften Platz. Ebenfalls 80 Punkte bekamen Thailand und die Philippinen. Quelle: dpa
BhutanZum ersten Mal wurde 2013 auch Bhutan in das Ranking aufgenommen. Trotz positiver Grundstimmung fällt auf, dass weniger als die Hälfte der bhutanesischen Bevölkerung (47 Prozent) angab, sich von anderen Völkern respektiert zu fühlen. Trotzdem landeten die Bhutanesen im Gesamtranking auf dem 82. Platz. Bezogen auf Ruhe und Wohlbedingen wurde das Land sogar Spitzenreiter (88 Prozent). Quelle: REUTERS
RuandaGlücklichstes afrikanisches Land darf sich Ruanda nennen. Trotz der vielen Bürgerkriege zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi, die das „Land der tausend Hügel“ erschütterten, hat Ruanda einen Glücksindex von 77 Punkten - und ist damit glücklicher als Deutschland. Quelle: dpa
Tunesien2011 stürzten sie bei der Jasminrevolution ihren Machthaber Ben Ali und lösten damit den Arabischen Frühling aus, 2013 gehören sie zu den traurigsten Menschen der Welt: Die Tunesier landen im Glücksranking auf dem 127. Platz, mit einem Glücksindex von nur 56 Punkten. Quelle: dpa
SyrienTrauriges Schlusslicht des Rankings bleibt Syrien. Weniger als ein Drittel der befragten Syrer gab an, Wohlbefinden (31 Prozent), Lebensgenuss (31 Prozent) oder Interesse (25 Prozent) zu empfinden. Seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 ist der Glücksindex des Landes konstant gesunken, von 60 Punkten im Jahr 2011 bis 36 im Jahr 2013. Quelle: dpa

Der Welt-Friedens-Index wird jedes Jahr vom Institute for Economics and Peace herausgegeben. Er misst Indikatoren wie Militärausgaben und -einsätze, Ausgaben für UN-Friedensmissionen, Terroranschläge, Mordraten und soziale Sicherheit.

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