Golanhöhen Alle philippinischen UN-Soldaten in Syrien in Sicherheit

Nach langen Kämpfen gegen die syrischen Rebellen sind alle philippinischen UN-Soldaten auf den Golanhöhen in Sicherheit.

Syrische Rebellen greifen UN-Soldaten an. Quelle: dpa

Nach fast siebenstündigen Kämpfen gegen syrische Rebellen und nächtlichen Stellungswechseln sind alle philippinischen UN-Soldaten auf den Golanhöhen in Sicherheit. Das teilte Militärchef Pio Catapang am Sonntag in Manila mit. „Wir sprechen von der großen Flucht“, sagte er. 72 philippinische Blauhelme waren seit Donnerstag an ihrem Standort auf den Golanhöhen von Kämpfern der radikalislamische Al-Nusra-Front eingekesselt gewesen.

Zunächst hätten am Samstag irische UN-Soldaten mit einem überraschenden Vorstoß 32 philippinische Kameraden aus einer misslichen Lage befreit. Den restlichen 40 Philippinern sei es schließlich gelungen, sich im Schutze der Dunkelheit mitsamt ihrer Ausrüstung in ein sicheres Gebiet abzusetzen, sagte Militärsprecher Ramon Zagala.

44 UN-Soldaten befinden sich weiterhin in der Gewalt der Miliz. Dabei handelt es sich um Soldaten der Fidschi-Inseln. Die Blauhelmsoldaten beobachten auf den Golanhöhen den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien.

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Die UN-Mission UNDOF überwacht seit 1974 die Region um die zwischen Syrien und Israel geteilten Golanhöhen und die Umsetzung eines Waffenstillstands zwischen beiden Ländern nach ihrem Krieg von 1973. Bereits in der Vergangenheit waren mehrfach Blauhelme von Beteiligten des syrischen Bürgerkriegs gefangen genommen worden, anschließend aber unverletzt wieder freigekommen. Derzeit stellen sechs Länder Truppen für die UNDOF: Fidschi, Indien, Irland, Nepal, die Niederlande und die Philippinen.

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