WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Grenzschutz Brüssel will Frontex von 1200 auf 10.000 Mitarbeiter ausbauen

Die EU-Kommission will den Grenzschutz der EU zum Schutz vor illegaler Migration ausbauen – und die Frontex-Truppen personell aufstocken.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Bei Frontex sind derzeit 1200 Mitarbeiter beschäftigt. Quelle: dpa

Brüssel, Berlin Zum besseren Schutz vor illegaler Migration will die EU-Kommission die europäische Grenzschutzagentur Frontex deutlich aufstocken. EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger schlug am Mittwoch in Brüssel einen Ausbau von derzeit 1200 auf 10.000 Mitarbeiter bis Ende 2027 vor. „Wir müssen wissen, wer zu uns kommt.“

Dies solle die Grundlage dafür sein, dass die Grenzkontrollen innerhalb der EU wieder zurückgefahren werden. Derzeit kontrollieren im eigentlich kontrollfreien Schengenraum Länder wie Deutschland, Österreich und Dänemark Teile ihrer Grenzen. Sie begründen das mit Sicherheitsproblemen, die aus der Flüchtlingskrise resultieren.

Der Frontex-Ausbau ist Teil der Vorschläge, die die EU-Kommission am Mittwoch für den Gemeinschaftshaushalt von 2021 bis Ende 2027 unterbreitet hat. Auf Basis des Kommissionsvorschlags werden in den kommenden Monaten die EU-Staaten über die künftigen EU-Finanzen verhandeln.

Die Innenexperten von Union und SPD haben die geplante Aufstockung begrüßt. Sie sei „richtig und überfällig“, sagte der Sprecher der Arbeitsgruppe Inneres der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, dem Handelsblatt. Ein wirksamer Schutz der EU-Außengrenzen sei eine notwendige Bedingung für offene Binnengrenzen zwischen den europäischen Staaten, betonte Lischka.

CDU-Innenexperte Armin Schuster sprach von einem „absolut notwendigen, wenn auch nur ersten Schritt“ hin zum Aufbau einer schlagkräftigen europäischen Grenzpolizei. „Je besser wir die Fähigkeiten beim EU-Außengrenzschutz ausbauen, desto eher gelingt uns auch ein gemeinsames europäisches Asylsystem“, sagte Schuster dem Handelsblatt.

Mit Investitionen in mehr Sicherheit, vor allem in den Kampf gegen Terror, Organisierte Kriminalität und Cybercrime, mit mehr Mitteln für Migration und Integration könne verlorengegangenes Vertrauen in die EU zurückgewonnen werden.

Jetzt auf wiwo.de

Sie wollen wissen, was die Wirtschaft bewegt? Hier geht es direkt zu den aktuellsten Beiträgen der WirtschaftsWoche.
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%