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Griechen-Rettung Für Steuerzahler wird es schmerzhaft

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Das Gebäude der Hypo Real Quelle: dpa

Deren Chef Martin Blessing erklärte jedoch bereits, dass er die Vorgabe ohne erneute Staatshilfe erreichen wolle. Dazu will Blessing vor allem Gewinne einbehalten, schließt aber auch den Abbau oder Verkauf von Vermögenswerten nicht aus. Die Deutsche Bank, bei der es ebenfalls eine Lücke gibt, geht davon aus, diese allein durch einbehaltene Gewinne schließen zu können. Auch die Landesbank Baden-Württemberg, der laut EBA rund 360 Millionen Euro fehlen, sieht sich in der Lage, diese aus eigener Kraft aufzubringen.

Aber auch die Steuerzahler werden zur Kasse gebeten. Die größte Belastung dürfte in Deutschland von der ohnehin größten Altlast der Finanzkrise ausgehen – die FMS genannte Abwicklungsanstalt der komplett verstaatlichten Hypo Real Estate. Zwar ist diese juristisch keine Bank und damit auch kein privater Gläubiger.

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 Wie viel der Schuldenerlass konkret kostet, lässt sich derzeit nicht beziffern, weil sich auch die Werte von Derivaten in der Bilanz ändern. Klar ist aber, dass es um etliche Milliarden geht. So kündigte Christopher Pleister, Chef des staatlichen Rettungsfonds Soffin, Anfang vergangener Woche schon mal präventiv an, der Fonds werde „einen sehr hohen Verlust“ verbuchen. Dass die Finanzunternehmen wegen der Abschreibungen weniger verdienen und damit auch weniger Steuern zahlen, scheint im Vergleich dazu fast vernachlässigbar.

Zu vernachlässigen

Sie hatte sich aber bereits beim Erlass um 21 Prozent den Banken angeschlossen und dürfte dies wohl erneut tun. Mit rund 7,2 Milliarden Euro hält die FMS in Deutschland mit Abstand die meisten griechischen Staatsanleihen.

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