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Griechenland Konservative stellen Misstrauensantrag zu Mazedonien-Kompromiss

Neue Entwicklung im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland: Die griechischen Konservativen lehnen sich gegen eine Einigung auf.

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Athen Die konservative griechische Oppositionspartei Nea Dimokratia (ND) hat am Donnerstag ein Misstrauensvotum gegen den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras beantragt. Grund sei, dass Tsipras nicht die Mehrheit habe, um einen Kompromiss im Namensstreit zwischen Mazedonien und Griechenland mit dem mazedonischen Regierungschef Zoran Zaev zu unterzeichnen.

Dies erklärte ND-Chef Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Die Abstimmung soll nun nach Angaben aus Kreisen des Parlamentspräsidiums am Samstagabend stattfinden.

Griechenland und Mazedonien hatten am Dienstag angekündigt, ihren über 25 Jahre dauernden Zwist um den Namen der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik beilegen zu wollen. Mazedonien soll seinen Namen auf Nord-Mazedonien ändern. Als Gegenleistung will Athen den Weg für den Beitritt des Landes zur Nato und für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen freimachen.

Der Namensstreit schwelt, seit Mazedonien 1991 als ehemalige Teilrepublik des zerfallenen Jugoslawiens die Unabhängigkeit erklärte. Griechenland lehnt den Staatsnamen Mazedonien ab, weil seine im Norden liegende Provinz ebenfalls so heißt. Athen befürchtet spätere Gebietsansprüche des nördlichen Nachbarn.

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