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Griechenland und Deutschland Tsipras will weiter für Reparationen kämpfen

Die griechische Regierung erneuert ihre Forderung, dass Deutschland Reparationen für Verbrechen in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs leisten soll. Die Bundesregierung sieht das Anliegen als erledigt an.

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Tsipras ist der erste griechische Ministerpräsident, der Komeno besucht, wo die deutsche Wehrmacht mehr als 300 Menschen getötet hat. Quelle: AFP

Athen Die griechische Regierung will sich auch künftig dafür einsetzen, dass Deutschland für Kriegsverbrechen und -schäden während des Zweiten Weltkrieges Reparationen zahlt. „Wir werden bis zum Schluss dafür kämpfen, auf diplomatischem und, wenn notwendig, auch auf rechtlichem Weg“, sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras dem Fernsehsender Skai zufolge am Dienstag bei einer Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im westgriechischen Ort Komeno.

In Komeno hatte die deutsche Wehrmacht am 16. August 1943 mehr als 300 Einwohner ermordet. Tsipras ist der erste griechische Ministerpräsident, der das Dorf besucht. Griechische Medien schreiben dem Besuch wegen der andauernden Debatte über Reparationen hohe Symbolkraft zu.

In den vergangenen Jahren gab es über die Höhe der geforderten Reparationen verschiedene Untersuchungen – sowohl des griechischen Finanzministeriums und der Zentralbank als auch eines Parlamentsausschusses.

Die Summe liegt je nach Berechnung zwischen 269 und 332 Milliarden Euro – darin enthalten sind sowohl Kriegsverbrechen und -schäden als auch eine Zwangsanleihe, die Griechenland der Deutschen Reichsbank während des Krieges gewähren musste. Die Bundesregierung sieht Reparationsfragen juristisch als erledigt an.

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