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Griechenlands oberster Schuldenmanager "Wir werden jeden Cent zurückzahlen"

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WirtschaftsWoche: Griechenland hatte zuletzt, wenn überhaupt, nur zu horrenden Konditionen Geld am Kapitalmarkt bekommen. Wann ändert sich das?

Ich gehe davon aus, dass wir noch eine ganze Zeit aus dem Markt raus sind. Der Markt fragt sich, ob wir unsere Hausaufgaben machen und ob die zugesagten Finanzhilfen auch wirklich überwiesen werden. Wenn das der Fall ist, wird jeder sehen, dass Griechenland wieder Geld hat und seine Verbindlichkeiten pünktlich zurückzahlen kann. Das wird dann die Märkte beruhigen.

WirtschaftsWoche: Werden die 110 Milliarden Euro von EU und IWF ausreichen oder braucht Griechenland möglicherweise noch weitere Finanzhilfen?

Ich gehe nicht davon aus, dass wir weitere Finanzhilfen brauchen. Die Experten des IWF werden uns schließlich engmaschig überwachen. Wir wissen doch alle, dass das unsere letzte Chance ist. Und die wollen und werden wir nutzen.

WirtschaftsWoche: Was war der größte Fehler, den sich die Griechen erlaubt haben?

Diese Frage müssen Sie einem Politiker stellen. Aber es ist offenkundig, dass die Steuerehrlichkeit verbesserungsfähig und der öffentliche Sektor zu ineffizient ist. Das hat die Probleme, unter denen wir derzeit leiden, zumindest verstärkt.

WirtschaftsWoche: Und worin sehen Sie das größte Risiko, Griechenland zu sanieren?

Das größte Risiko besteht darin, dass die Menschen die Notwendigkeit verkennen, dass sich was ändern muss und sie so weiter machen wie bisher. Aber um diese Herausforderung weiß die Regierung. Deshalb wird sie alles tun, dass diese Gefahr gebannt wird. Nur so kann unsere Volkswirtschaft wieder wachsen. Und seien Sie sicher, sie wird es tun.

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