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Großbritannien Boris Johnson hebt Mindestlohn deutlich an

Der britische Premier will den Mindestlohn anheben und damit eines seiner Wahlkampfversprechen einlösen. Demnächst soll der Stundenlohn bei fast neun Pfund liegen.

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Die britische Regierung will im kommenden Jahr den Mindestlohn um sechs Prozent anheben. Der Stundensatz steige damit ab dem 1. April auf 8,74 Pfund (rund 10,25 Euro), gab die Regierung in London bekannt. „Harte Arbeit sollte sich immer lohnen, viel zu lange haben die Menschen nicht gesehen, dass ihre Gehälter so steigen, wie sie es verdienen“, sagte Premierminister Boris Johnson.

Der britische Mindestlohn wurde 1999 unter Labour-Premierminister Tony Blair eingeführt und wuchs aufgrund den Ratschlägen eines Ausschusses aus Akademikern, Gewerkschaftern und Wirtschaftsvertretern relativ bescheiden an. Kritiker befürchten nun nach dem sprunghaften Anstieg auf mehr als das doppelte der Inflationsrate, dass geringfügig bezahlte Arbeitnehmer während der nächsten Rezession arbeitslos werden könnten.

Johnson versprach in seinem Wahlkampf vor seinem erdrutschartigen Wahlsieg am 12. Dezember, den Mindestlohn bis 2024 auf 10,50 Pfund pro Stunde zu steigern.

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