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Großbritannien Britischer Parlamentsabgeordneter David Amess stirbt bei Messerangriff

Die Polizei meldete nach der Tat auf den Abgeordneten der Konservativen in dessen Wahlkreis eine Festnahme. Über das mögliche Motiv des Angreifers war zunächst nichts bekannt.

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Der Tory-Abgeordnete soll von einem 25-jährigen angegriffen worden sein. Quelle: imago images/ZUMA Press

Der konservative britische Parlamentsabgeordnete David Amess ist am Freitag bei einem Messerangriff ums Leben gekommen. Nach Medienberichten wurde der 69-Jährige in seinem Wahlkreis in Leigh-on-Sea östlich von London bei einem Routinetreffen mit Bürgern attackiert.

Die Polizei bestätigte später den Tod des Angegriffenen, seinen Namen nannte sie allerdings nicht. Ein 25-Jähriger sei festgenommen, ein Messer sichergestellt worden. Der Mann stehe unter Mordverdacht, hieß es.

Die Polizei in Essex erklärte, sie sei kurz nach Mittag wegen eines Messerangriffs gerufen worden. Nach weiteren Personen werde nicht gefahndet. Über ein mögliches Motiv des mutmaßlichen Täters wurde zunächst nichts bekannt.

Luftaufnahmen zeigten mehrere Krankenwagen und die Luftrettung neben der Kirche, in der das Treffen mit den Bürgern stattfand. Zwei Stunden nach dem Angriff gab die Polizei den Tod des Opfers bekannt. Amess vertrat den Wahlkreis Southend West mit Leigh-on-Sea seit 1997 im Parlament.

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    Politiker aller politischen Lager äußerten sich entsetzt. Labour-Chef Keir Starmer twitterte, die Nachricht über den Angriff sei entsetzlich. Er denke an den Abgeordneten, dessen Familie und dessen Mitarbeiter. Der frühere konservative Premierminister David Cameron twitterte, seine Gedanken und Gebete seien bei Sir David Amess und dessen Familie.

    Bereits in der Vergangenheit kam es zu Angriffen auf britische Parlamentarier: 2016 wurde die britische Labour-Abgeordnete Jo Cox in ihrem Wahlkreis in Nordengland mit Messerstichen und Schüssen getötet. Ein Rechtsextremist wurde für die Tat verurteilt. Cox' Witwer, Brendan Cox, twitterte nach der Attacke auf Amess, ein Angriff „auf unsere gewählten Vertreter ist ein Angriff auf die Demokratie selbst. Es gibt keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung.“

    Der Labour-Abgeordnete Stephen Timms wurde 2010 von einer Studentin mit einem Messer verletzt. Sie war von Online-Predigten eines mit Al-Kaida in Verbindung stehenden Predigers radikalisiert worden. Im Jahr 2000 wurden der liberaldemokratische Abgeordnete Nigel Jones und sein Berater Andrew Pennington von einem Mann mit einem Schwert angegriffen. Pennington wurde getötet, Jones verletzt.

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