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GroßbritannienPartygate-Affäre: Foto mit Sektflasche setzt Johnson unter Druck

Ein Bild einer mutmaßlichen Lockdown-Party wirft neue Fragen auf: Es soll den Premier mit Mitarbeitern in der Downing Street zeigen. Zu sehen ist darauf auch eine offene Sektflasche. 09.02.2022 - 15:44 Uhr

Auch parteiintern ist die Kritik am britischen Premier groß.

Foto: AP

Ein Bild des britischen Premierministers Boris Johnson mit einer offenen Sektflasche in der Nähe bei einer mutmaßlichen Lockdown-Party setzt den Regierungschef unter neuen Druck. Die Zeitung „Daily Mirror“ veröffentlichte das Foto am Mittwoch (Online), das Johnson mit drei Mitarbeitern in der Downing Street zeigen soll.

Die Veranstaltung am 15. Dezember 2020 – offenbar ein teilweise virtuelles Weihnachtsquiz – war bereits im Grundsatz bekannt. Damals galten strikte Abstandsregeln, Mitglieder fremder Haushalte durften sich nicht in geschlossenen Räumen treffen. Die Polizei ermittelt zu zwölf Veranstaltungen, aber bisher nicht in diesem Fall.

Im Parlament wies Johnson Vorwürfe der Opposition zurück. Auf Nachfrage sagte er, die Veranstaltung sei der Polizei bereits bekanntgemacht worden. Der Labour-Politiker Fabian Hamilton höhnte, es handle sich „um eine der Weihnachtspartys, von denen (der Premier) uns gesagt hat, sie hätten nie stattgefunden“.

Johnson hat sich zwar für Bilder von Partys entschuldigt, aber keine Feiern eingeräumt. Er habe gedacht, es handle sich um Arbeitstreffen.



Der Premierminister steht wegen der „Partygate“-Affäre unter erheblichem Druck. Auch parteiintern ist die Kritik groß, mehrere Abgeordnete fordern seinen Rücktritt. Am Mittwoch reihte sich der Geschäftsmann John Armitage, der den Tories insgesamt drei Millionen Pfund gespendet hat, in diese Riege ein. Politische Führer sollten abdanken, wenn sie ihre moralische Autorität verloren hätten, sagte Armitage der BBC.

Mehr zum Thema: Zwei Jahre nach dem EU-Austritt Großbritanniens finden Speditionen keine Fahrer, herrscht an den Grenzen Bürokratiewust. Der Brexit führt in britischen Hafenstädten und auch vor Calais zu langen Staus, wie exklusive Satellitenbilder zeigen.

dpa
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