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Großbritannien Petition gegen Trump beschäftigt das Parlament

Viele Briten finden, dass Trump nach dem Einreise-Verbot für Flüchtlinge nicht mit allem Pomp des Königshauses empfangen werden sollte. Nach einer Petition muss sich nun auch das Parlament mit dem Thema beschäftigen.

Demonstranten protestieren an der Downing Street in London gegen das von US-Präsident Trump verhängte Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich von Muslimen bewohnten Ländern. Quelle: dpa

Kaum ein Thema beschäftigt die Briten derzeit mehr als ein geplanter Staatsbesuch des neuen US-Präsidenten Donald Trump in diesem Jahr. Viele Briten finden, dass Trump nach dem umstrittenen Einreise-Verbot für Flüchtlinge sowie Bürger aus sieben mehrheitlich islamischen Ländern nicht mit allem Pomp des Königshauses empfangen werden sollte. Nun muss sich auch das Parlament mit dem Thema beschäftigen.

Am 20. Februar sollen die Abgeordneten über eine Petition diskutieren, in der gefordert wird, die Reise Trumps auf einen Besuch ohne die volle zeremonielle Ehrung herabzustufen. Mehr als 1,6 Millionen Briten hatten sie bis Dienstagabend unterzeichnet.

In der Petition heißt es, Donald Trumps „gut dokumentierter Frauenhass und seine Vulgaritäten disqualifizieren ihn, von ihrer Majestät der Queen oder dem Prinzen von Wales (Prinz Charles) empfangen zu werden“.

Wie viele Deutsche Trumps Vorschläge auch bei uns gerne verwirklicht sähen

Auch führende Oppositionspolitiker wie Labour-Chef Jeremy Corbyn und der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan forderten, den Staatsbesuch abzusagen. „Solange dieses Verbot besteht, sollten wir Präsident Trump keinen roten Teppich ausrollen“, sagte Khan.

Die Regierung hält bislang an ihrer Einladung für Trump fest. Premierministerin Theresa May ließ wissen, sie sei „sehr glücklich gewesen“, Trump einzuladen.

Bislang wurde US-Präsidenten die Ehre eines Staatsbesuchs meist erst Jahre nach ihrer Amtseinführung zuteil. Dazu gehört die Prozession in einer Kutsche über die Londoner Prachtstraße „The Mall“ und ein Staatsbankett mit der Queen. Kritiker werfen Premierministerin Theresa May vor, sie habe die Königin mit der verfrühten Einladung in eine missliche Situation gebracht.

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